Landkreis probt den Bombenfund

Katastrophenschutzübung am 31. August im Raum Saarlouis – Wallerfangen – Dillingen

KREIS SAARLOUIS Der Landkreis Saarlouis und seine Hilfsorganisationen führen am Samstag, 31. August, im Gebiet Saarlouis – Wallerfangen – Dillingen eine große Katastrophenschutzübung durch.

Übungsszenario ist der Fund einer Weltkriegsbombe im Bereich der L170 in Wallerfangen (Höhe Tankstelle) mit anschließender Evakuierung der Bevölkerung und Entschärfung der Bombe.

Die Bewohner im fiktiven Evakuierungsgebiet (2 Kilometer Radius um den Fundort der Bombe) können während des Übungszeitraums ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Zu Übungszwecken kann es in diesem Gebiet zu Lautsprecherdurchsagen und Straßensperrungen kommen.

In einzelnen Straßenzügen werden zur Übung sogenannte „Klingeltrupps“ losgeschickt, die auch im Ernstfall an den Haustüren klingeln und Bewohner auf die anstehende Evakuierung hinweisen.

Gleichzeitig wird die Pressestelle des Landkreises die Koordinierung der Presse- und Bevölkerungsinformation im Katastrophenfall durchspielen. Entsprechende Homepage-, Warnapp- und Facebookmeldungen werden in diesem Zusammenhang mit dem Wort „ÜBUNG“ versehen.

Um die Anfahrt der Katastrophenschutzeinheiten unter realistischen Bedingungen zu testen, wird es im gesamten Landkreis zwischen 8 Uhr und 18 Uhr zur verstärkten Alarmierung der Einsatzkräfte kommen, die dann mit Blaulicht und Martinshorn zu den Einsatzstellen fahren werden.

Landrat Patrik Lauer ist Leiter des Katastrophenschutzstabes: „Wir wollen uns auf den Ernstfall so gut es geht vorbereiten und mit den Hilfsorganisationen Hand in Hand üben, um im Falle möglicher Katastrophenlagen schnell und taktisch klug zum Wohle der Bevölkerung reagieren zu können.“

Die Übung wird in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen im Landkreis durchgeführt: Freiwillige Feuerwehren, Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Technisches Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst sowie der BRH-Hundestaffel, der Bundeswehr, der Psychosozialen Notfallseelsorge, der Polizeiinspektion Saarlouis sowie den Ortspolizeibehörden aus Wallerfangen, Saarlouis und Dillingen.

Das DRK-Krankenhaus Saarlouis, das St. Nikolaus Hospital in Wallerfangen und das Jugenddorf Blauloch werden an der Übung teilnehmen. Außerdem von der Übungssituation betroffen sind die Hans Welsch Halle in Lisdorf, der Lokschuppen in Dillingen sowie das Haus Scheidberg in Wallerfangen. Hier wird die Aufnahme und Versorgung von evakuierten Personen geübt. Insgesamt sind an dieser Übung rund 600 Personen beteiligt. red./am

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