Kutschen bleiben in der Remise

Verein für Pferdefahrsport Westpfalz hat sein Traditionsturnier im Sommer abgesagt

ZWEIBRÜCKEN „Die Auflagen sind einfach zu hoch, das lohnt sich nicht“, sagt Esther Dinger-Mayer. Aus diesem Grund hat der Verein für Pferdefahrsport Westpfalz zum ersten Mal seit seiner Gründung vor fast 25 Jahren sein Traditionsturnier im Sommer auf der Zweibrücker Rennwiese abgesagt.

Somit werden in diesem Jahr auch die geplanten Landes- und Pfalzmeisterschaften im Kutschenfahren dort nicht ausgefahren. Dies würde auch wenig Sinn machen. In guten Jahren gingen in Zweibrücken weit über 50 Gespanne in verschiedenen Disziplinen an den Start. Der Höhepunkt ist die kombinierte Wertung aus Dressur, Geländefahren durch anspruchsvolle Geländehindernisse und Wasser sowie Hindernisfahren durch die eng gestellten Hütchentore.

Die Zweibrücker Rennwiese und der gastgebende Verein sind bei den Kutschenfahrern in ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland beleibt, so dass auch viele Gespanne außerhalb der Meisterschaftswertung einen spannenden Sport boten.

Die Fuhrhalterei Dinger in Großsteinhausen mit dem Kutschenfahrer-Urgestein August Mayer und seiner Ehefrau Esther Dinger-Mayer hat sein Seminar- und Ausbildungsangebot ebenfalls in den Herbst vertagt. „Wir hatten für das Frühjahr eine Vielzahl an Veranstaltungen geplant“, informiert Esther Dinger-Mayer. Es mache jedoch keinen Sinn, für ein paar Wochen Kutschen und Planwagen mit Zwischenwänden coronatauglich umzubauen, da jede Veränderung an einer Kutsche vom TÜV frei gegeben werden müsse. Außerdem sei gerade das gemütliche Beisammensein unter Gleichgesinnten ein bedeutender Bestandteil der lehrreichen Wohlfühlkurse.

Infos auch unter www.pferdefahrsport-westpfalz.de.cvw

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