Kuscheltiere und kleine Spiele

Kinderschutzbund und Kinderhilfe Zweibrücken sind vielfach aktiv

ZWEIBRÜCKEN/ HOMBURG Manchmal fallen Ostern und Weihnachten fast zusammen. So ähnlich jedenfalls fühlte es sich für die Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums in Homburg an. Die Abteilung erhielt ein großzügiges Geschenk des Kinderschutzbundes.

Carmen Waibel und Birgit Bessom vom Kinderschutzbund Zweibrückern überbrachten unter anderem eine große, schwere Box mit Handschmeichlern aus Halbedelsteinen, ein riesiger Tierpark auf demselben Material, Kinderbücher, Kuscheltiere und kleine Spiele. Kommt ein Kind zur Untersuchung, darf es sich zur Belohnung einen Energiestein aussuchen, haben die beiden Schwestern von Ärztin Stephanie Lehmann-Kannt erfahren. Die Bücher und Spiele helfen, sinnvoll und mit Spaß die Wartezeit in der Ambulanz zu verkürzen.

Ein glücklicher Flohmarktkauf hatte die umfangreiche Spende der kostspieligen Halbedelsteine ermöglicht und zugleich die Standbetreiberin beglückt. Eine doppelte Freude für die beiden Vorsitzenden der Kinderhilfe, die so gleich auf vielen Ebenen Gutes bewirken konnten. Das Geld war von der Spende einer Firma für die Wunschbaumaktion für die bedürftigen Zweibrücker Kinder übrig geblieben.

Carmen Waibel informiert: „Die Spende von unserer Plätzchenback-Aktion steht noch aus.“ Jedes Jahr backen sie und ihre Schwester Weihnachtsplätzchen, die sie in der langen Einkaufsnacht beim Globus verkaufen und davon Geschenke für die Homburger Kinderklinik finanzieren.

Doch auch im Bereich der Essensausgabe bei dem gemeinnützigen Schwesterverein, der Kinderhilfe Zweibrücken, gehört der Globus zu den Haupt-Unterstützern. Sie und ihr Team hatten am Ostersamstag seit dem frühen Morgen Lebensmitteltüten gepackt, die dann am frühen Nachmittag unter Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln über eine Stunde lang an Bedürftige verteilt wurden.

Sie schätzt: „Es waren weit über 200 Menschen, die jetzt durch die Kurzarbeit und die Entlassungen im Rahmen der Corona-Plandemie Unterstützung benötigen.“ Das Ordnungsamt und auch die Polizei hätten kontrolliert und alles für gut befunden, da sich alle sehr diszipliniert verhalten hätten. „Wir hatten sehr viel Ware“, dankt sie allen Geschäften, „aber wir haben auch alles benötigt“. Sollte es einmal Überschüsse geben, würden die ans Zweibrücker Food-Sharing weiter gereicht und dort verteilt.

Helfende Hände gesucht

Kapazitätsmäßig allerdings stößt der Verein, der dreimal pro Woche Lebensmittel ausgibt, an seine Grenze. Helfende Hände seien willkommen. Carmen Waibel hofft, dass die Stammkunden bei der jetzt wieder geöffneten Zweibrücker Tafel dorthin zurückkehren und sich damit die Gesamtsituation wieder etwas entspannt. Man wisse ja nicht, wie viele nachweislich Bedürftige noch hinzukämen. Deshalb ist sie doppelt froh, dass der Kinderschutzbund Zweibrücken seine Kleiderkammer in der Maxtraße wieder öffnen durfte. Die Nachfrage der Wirtschaftsschwachen nach Kleidung, Haushaltswaren und Spielzeug für wenige Euro sei sehr groß. Außerdem werde damit die Essensausgabe der Kinderhilfe finanziert, beispielsweise das Benzin für die Abholfahrten.

Deshalb wurden die Öffnungszeiten verlängert. Der Sozial-Laden in der Maxstraße 19 öffnet Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr, Samstag bis 15 Uhr. Die Essensausgabe der Kinderhilfe Zweibrücken in der Gymnasiumstraße findet statt: Montag um 10 Uhr, Mittwoch um 11 Uhr und Samstag um 14 Uhr. Infos auch unter kinderschutzbund-zweibrücken.de, Tel. (06332) 72127. cvw

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