Kunsthistorische Vorträge & Vortragsreihen

Die kunsthistorische Sicht auf aktuelle Ausstellungen und Jubiläen

SAARBRÜCKEN In Saarbrücken und in der Großregion finden aktuell und in Kürze unter anderem interessante Ausstellungen zu Künstlern wie z. B. Man Ray und Goya oder zum Thema Impressionismus und Skulptur statt. Aber auch Jubiläen wie z. B. der 500. Todestag von Raffael bieten Anlass, sich mit dem Künstler und seinem Schaffen auseinander zu setzen. Daher bietet die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken verschiedene Vortragsreihen an. Jeder Vortrag liefert dabei einen eigenständigen thematischen Schwerpunkt, so dass unterschiedliche Themen und Aspekte beleuchtet werden.

Die Vortragsreihe zu den aktuellen Ausstellungen ist bereit gestartet.

Der nächste Vortrag dieser Reihe widmet sich anlässlich der Ausstellung „Java Gold“, die Kunstwerke von der indonesischen Insel Java in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zeigt, dem Thema „Masken, Tanz und Monster: Kunst aus Indonesien“. So wird Dr. Ulrike Bock am Mittwoch, 4. März, um 19 Uhr (vhs-Zentrum, Saal 2 OG) einen Überblick vor allem über die hinduistische und buddhistische Kunst Javas geben.

Bezugnehmend auf die Ausstellung „Impressionismus und Skulptur“ im Frankfurter Städel (19. März bis 28. Juni) beschäftigt sich der Kunsthistoriker Dr. Bernhard Wehlen am Mittwoch, 6. Mai,, um 19 Uhr (vhs-Zentrum, Saal 2 OG) mit den weit weniger bekannten Skulpturen des Fin de Siècle. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie nah die entstandenen Skulpturen der Malerei oder der Fotografie kommen.

Zum Abschluss der Reihe wird Dr. Bernhard Wehlen am Mittwoch, 3. Juni, um 19 Uhr (vhs-Zentrum, Saal 2 OG) die Ausstellung zu Francisco de Goya (1746–1828) in der Fondation Beyeler (16. Mai bis 16. August), die zahlreiche Meisterwerke Goyas in enger Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid zeigt, näher beleuchten. Als spanischer Hofkünstler schlug Goya gleichzeitig bereits den Weg in die Romantik ein und personifiziert eine Epochenschwelle.

Anlässlich des 500. Todestags von Raffael bietet die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken im aktuellen Semester eine zweiteilige Vortragsreihe an. Raffaello Sanzios (1483 in Urbino – 1520 in Rom) erreichte durch die Vollkommenheit seiner Werke eine Berühmtheit, die bis ins 19. Jahrhundert einen nahezu absoluten Vorbildcharakter hatte. Dabei orientierte sich auch Raffael an Vorbildern, wie z. B. Leonardo und Michelangelo.

Der erste Vortrag dieser Reihe findet am Mittwoch, 25. März, um 19 Uhr (im vhs-Zentrum, Saal 2 OG) statt. Dabei widmet sich Dr. Bernhard Wehlen insbesondere Raffael und der italienischen Hochrenaissancemalerei anhand der sich im Louvre befindlichen Meisterwerke, wie etwa dem Bildnis des Baldassare Castiglione.

Im zweiten Vortrag rückt Dr. Bernhard Wehlen am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr (vhs-Zentrum, Saal 2 OG) die vatikanischen Stanzen in den Fokus seiner Betrachtungen.

Für alle, die mehr über die Kunst in der Region erfahren möchten, führt die Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken auch im aktuellen Semester die Vortragsreihe „Kunst in der Nähe“ fort. Die Archäologin und Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Bock widmet sich am Mittwoch, 13. Mai, um 19 Uhr (vhs-Zentrum, Saal 2 OG) der keltischen und gallorömischen Kunst im Rheinischen Landesmuseum Trier und gibt eine Einführung in die Sammlung des Museums. Die „Augustusstadt des Trevererstammes“, Augusta Treverorum, gehört zu den bedeutendsten römischen Fundorten in Nordeuropa. Ihr berühmtester Überrest ist die Porta Nigra, aber die archäologische Erforschung von Stadt und Umland hat wesentlich mehr Funde aus römischer wie auch aus vorrömischer Zeit erbracht, die im Rheinischen Landesmuseum präsentiert werden. Darüber hinaus befinden sich dort auch Funde aus dem Saarland, die im 19. Jahrhundert dorthin verbracht wurden.

Der Eintritt kostet pro Vortrag jeweils fünf Euro (Abendkasse. Weitere Informationen unter www.vhs-saarbruecken.de. red./jb

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