„Kunst im Fenster“

Einblicke und Ausblicke in der Saarlouiser Innenstadt

Saarlouis. Auf Initiative von Dagmar Latz (Kittelcouture) und der Diplom-Designerin und Künstlerin Stefanie Weber geben im Schaufenster des ehemaligen „Pieper-Outlet“ derzeit gleich acht Kunsthandwerker und Künstlereinen Einblick in ihre aktuelle Arbeit.

Unter dem Motto „Kunst im Fenster” zeigen Lioba Amann (gemalte Fisch-Silhouetten auf gerissenem Karton), Carmen Bresser (schlanke Stelen aus Keramik), Helmut Frank (Schalen und Gefäße aus hauchdünnem Porzellan), Steffen Lang (handgefertigte Schmuck-Unikate aus Glas und Silber), Dagmar Latz (spannende Schal-Kreationen aus Webpelz und Seide), Heike Puderbach (großformatige, expressive Pigmentbilder), Lyn Riccardo (edle Keramikgefäße und Figurinen), Stefanie Weber (verrück-verspielte Pappmaché-Figuren und Mini-Leinwände).

Die Chance ihre Arbeiten in dieser Form präsentieren zu können, empfinden die Kunstschaffenden als großen Glücksfall und hoffen gleichzeitig auf eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Dabei ist die Familie Ulm – Eigentümer des Ladenlokals – von der Idee, der Kunst in der Zeit des Leerstands eine passende Plattform zu bieten, ebenso angetan, wie die Aussteller selbst.

Gemeinsam wollen sie so ein positives Zeichen zur Innenstadtbelebung setzen und dem traurigem Bild vom derzeitigen Leerstand an vielen Stellen mit gestalterischer Vielfalt, Kunstgenuss und Kreativität begegnen. Das bringt – wie die Verantwortlichen hoffen – dem Stadtbild ein wenig an Leben zurück, macht Mut und regt in der Folge hoffentlich zu weiteren Aktivitäten an. Daneben wird die durch Corona in ihrem Wirkungskreis stark eingeschränkte Kunstszene auf diese Weise positiv unterstützt und gefördert. Von den Ausstellern ist angedacht, die Exponate von Zeit zu Zeit auszutauschen bzw. durch Arbeiten anderer Künstler zu ergänzen oder zu ersetzen. Für die Dauer der Aktion, wollen sie so einen lebendigen „Hingucker“ mit wechselnden Ausstellungsstücken für die Stadt Saarlouis und die Menschen, die sich dort bewegen schaffen.

Natürlich sind alle dort ausgestellten Arbeiten auch käuflich zu erwerben. Hierzu bitte an die jeweiligen Aussteller wenden, deren Kontaktdaten Interessierte ebenfalls im Schaufenster finden. Gegebenenfalls ist darüber hinaus und unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln auch ein Atelierbesuch bei einzelnen Ausstellerinnen und Ausstellern möglich. red./jb

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