KSV startet mit Englischer Woche

Auftakt gegen Heusweiler, dann beim ASV Hüttigweiler, abschließend gegen Hausen-Zell

KÖLLERBACH Die zahlreichen Ringkampffreunde des KSV Köllerbach dürfen erleichtert aufatmen, denn die Bundesliga Südwest öffnet jetzt wieder ihre Pforten. Und für den sechsfachen deutschen Mannschaftsmeister aus dem Saarland steht gleich eine „Englische Woche“ auf dem Programm.

Der Startschuss für die neue Runde 2019/2020 fällt für den KSV am Samstag, 28. September, um 19.30 Uhr. Dann empfängt die Mannschaft von Teamleiter Thomas Geid in der heimischen Kyllberghalle den AC „Siegfried“ Heusweiler zum immer wieder packenden Nachbarschaftsduell.

Heusweiler Kandidat für einen Play-off-Platz

Geid begegnet den Gästen aus der Nachbarschaft mit dem notwendigen Respekt: „Heusweiler ist ganz sicherlich ein Mitfavorit auf einen Play-Off-Platz.“ So hat sich der AC „Siegfried“ gleich mit drei Ringern vom KSV Köllerbach verstärkt. Gennadij Cudinovic, Nico Zarcone und der aus Litauen stammende Romas Fridrikas haben quasi die Seiten gewechselt.

Auch der KSV Köllerbach hat sich natürlich auf dem Transfermarkt umgesehen und vier neue Ringer verpflichtet. Mit den beiden Rumänen Nicolai Ceban und dem amtierenden Vize-Europameister Piotr Ianulov fanden zwei Ringer vom ASV Nendingen den Weg an die Saar. Der Köllerbacher Freistil-Rumäne Mihail Sava, der einst auch für den ASV Nendingen kämpfte, empfahl dem Köllerbacher Vorstandsvorsitzenden Hilmar Rehlinger die Verpflichtung seiner beiden Landsleute.

Vom deutschen Mannschaftsmeister Wacker Burghausen kam auch noch der Bulgare Mikyay Naim und vom SV Johannis 07 Nürnberg der international für Bulgarien ringende Tarek Mohamed Abdelslam Sheble Mohamed, der 2017 praktisch aus dem Nichts heraus und völlig überraschend Europameister wurde. Tarek Abdelslam, der in Ägypten geboren wurde, verlor zuletzt bei der WM 2019 in Nur-Sultan (Kasachstan) gegen den deutschen Bronzemedaillengewinner Denis Kudla in der Klasse bis 87 kg mit 1:3. Köllerbachs Teamleiter Thomas Geid zeigte sich dennoch zufrieden mit dem neuen Mann: „Das war das erste große Turnier nach Tareks Verletzung. Und da hat er sich gegen den DRB-Spitzenringer Kudla in der Tat gut aus der Affäre gezogen.“

Brisante Duelle in der Kyllberghalle

Wenn am 28. September die Staffeln aus Köllerbach und Heusweiler zusammenprallen, wird es auf der Matte in der Kyllberghalle zu einigen ganz brisanten Duellen kommen. So dürfen sich die Zuschauer insbesondere auf den Freistil-Kampf in der Klasse bis 98 kg freuen, wenn sich der Neu-Köllerbacher Nicolai Ceban und der Ex-Köllerbacher Gennadij Cudinovic gegenüberstehen.

Zu einem echten „Kracher“ kommt es auch, wenn sich die beiden Freistil-Spezialisten Valentin Seimetz als amtierender deutscher Vizemeister und Nico Zarcone als amtierender deutscher Meister in der Klasse bis 66 kg duellieren. Und Hochspannung ist natürlich auch angesagt, wenn in der Klasse bis 71 kg die beiden Greco-Ringer Marc-Antonio von Tugginger (KSV) und der Ex-Köllerbacher Daniel Meiser um die Punkte kämpfen.

Ein Wiedersehen in den Reihen des KSV Köllerbach gibt es auch mit dem Esten Heiki Nabi, der sich bei der WM 2019 mit einem Iraner ein spannendes Gefecht um Bronze lieferte. Teamleiter Thomas Geid sieht der Begegnung mit dem AC Heusweiler voller Vorfreude entgegen: „Bei diesem Lokal-Derby müsste die Kyllberghalle eigentlich sehr gut gefüllt sein.“

Zweites Lokalderby in der Sporthalle am Gymnasium

Am Mittwoch, dem 2. Oktober, wartet auf den KSV Köllerbach dann schon die zweite Bundesliga-Paarung in der noch jungen Bundesliga-Saison. Die Staffel von Thomas Geid tritt dann um 20.30 Uhr in der Illinger Sporthalle am Gymnasium (Kapellenstraße 77) gegen den ASV 08 Hüttigweiler an. Bei diesem Auswärtskampf treffen die Köllerbacher mit Andrei Dukov (kam vom AC Merken nach Hüttigweiler) auf einen alten Bekannten. Der Freistil-Rumäne wird bei den Gastgebern am 2. Oktober die Klasse bis 66 kg besetzen. Auch sonst hat sich Hüttigweiler nach neuen Kräften umgeschaut. So verpflichteten sie beispielsweise auch die beiden Greco-Ringer Daniel Ufelmann vom RSC Pirmasens-Fehrenbach (Klasse bis 57 kg) sowie den Polen Roman Pacurkowski (Klasse bis 71 kg und 75 kg).

Ein herber Verlust für den ASV Hüttigweiler bedeutet indessen der Weggang des rumänischen Greco-Spezialisten Mihail Bradu (Klasse bis 80 kg und 86 kg), der zur RKG Freiburg 2000 abwanderte.

Kompakter und starker Gegner in Köllerbach

Am Samstag, 5. Oktober, folgt in der „Englischen Woche“ Kampf Nummer drei für den KSV Köllerbach. Die Saarländer erwarten dann um 19.30 Uhr in der Kyllbergalle zum Heimkampf die RG Hausen-Zell. Die Staffel, für die auch der Ex-Köllerbacher Virgil Munteanu ringt, hat sich für die Runde 2019/2020 mit drei weiteren neuen Rumänen „eingedeckt“. Neu in den Reihen der RG ist auch der deutsche Vizemeister des Jahres 2017, Arkadiusz Böhm, der bei Hausen-Zell die Freistil-Klassen 71 kg und 75 kg abdeckt.

Ebenfalls neu unter Vertrag genommen wurde von den Köllerbacher Gästen der amtierende deutsche Juniorenmeister Leon Gerstenberger, der zuletzt für den ASV Nendingen auf die Matte ging. KSV-Teamleiter Geid ist von Gerstenberger richtig begeistert: „Er ist ein Riesentalent und kann seinen Weg auch beim Deutschen Ringer-Bund (DRB) machen.“ Alles in allem schätzt Thomas Geid die RG Hausen-Zell als kompakte und starke Mannschaft ein: „Das ist eine sehr nette Truppe neben der Matte, aber eine ausgesprochen unangenehme Truppe auf der Matte.“red./tt

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