KSV souverän an Tabellenspitze

Den Köllerbacher Ringern hat die RG Hausen-Zell wenig entgegenzusetzen

KÖLLERBACH Der KSV Köllerbach beschreitet als ungeschlagener Primus der Ringer-Bundesliga Südwest auch weiterhin den Erfolgsweg. Am zehnten Kampftag stellte sich der Tabellenführer aus dem Saarland im Schwarzwald bei der Ringgemeinschaft Hausen-Zell 1971 vor.

Schon den Hinkampf in Köllerbach hatte der KSV mit 29:3 eindeutig für sich entschieden. Aber auch der Rückkampf am Samstagabend (30. November) in der Stadthalle Zell stellte den Spitzenreiter vor keinerlei Probleme. Nach den zehn Matten-Duellen verbuchte der KSV Köllerbach gegen die Hausherren mit 26:9 einmal mehr in dieser Saison einen klaren Sieg.

Und Teamleiter Thomas Geid hatte zu dem Auswärtskampf nach Baden-Württemberg eine richtig starke Truppe mitgebracht. Die Mannschaftsaufstellung hatte der Polizei-Oberkommissar nur auf zwei Positionen geändert, ansonsten trat der KSV wie zuletzt beim Heimkampf gegen den ASV Hüttigweiler an.

So rückte der Köllerbacher Greco-Spezialist und Publikumsliebling Timo Badusch in der Klasse bis 75 kg A für Marc-Antonio von Tugginer ins Team und in der Klasse bis 98 kg (griechisch-römische Stilart) kam Kilian Markus Schäfer für Benedikt Haas zum Einsatz.

Von den zehn Mannschaftskämpfen gewann die RG Hausen-Zell am Samstag lediglich drei, während die Gäste aus dem Saarland sieben Sieger stellten.

Für die Südbadener gewann der neue Rumäne Razvan-Marin Kovacs in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg mit 12:1 Punkten gegen den Köllerbacher Greco-Ringer Steven Ecker.

Die weiteren Punkte für die Hausherren erzielten die beiden deutschen Spitzen-Athleten Florian Neumaier und Oli Hassler, die beide zuletzt bei der Militär-WM im chinesischen Wuhan zu Bronze gelangt waren.

Greco-Spezialist Neumaier besiegte in der Klasse bis 80 kg den Köllerbacher Pajtim Sefaj mit 5:1 nach Punkten, während Hassler in der Klasse bis 98 kg (ebenfalls griechisch-römische Stilart) einen technisch überlegenen Punktsieg über KSV-Mann Kilian Markus Schäfer nach rund dreieinhalb Minuten sicherstellte.

Sieben Trümpfe stachen dagegen beim saarländischen Tabellenführer. So gelangte der deutsche Einzelmeister Andrij Shyyka in der Klasse bis 75 kg B (Freistil) zu einem Schultersieg über Arkadiusz Böhm. Auch Greco-Ringer Timo Badusch zwang in der Klasse bis 75 kg A seinen Kontrahenten Tobias Greiner auf beide Schultern.

Zu technisch überlegenen Punktsiegen, die allesamt mit den maximalen vier Siegzählern belohnt wurden, gelangten am Samstagabend für den KSV Köllerbach der neue Freistil-Bulgare Mikyay Naim (Klasse bis 61 kg), der in dieser Saison noch ungeschlagene Freistil-Rumäne Mihail Sava (Klasse bis 71 kg), der rumänische Vize-Europameister Piotr Ianulov (Freistil, Klasse bis 86 kg) sowie das ukrainische Freistil-Ass Oleksandr „Sascha“ Khotsianivsky (Klasse bis 130 kg).

Des Weiteren steuerte der Köllerbacher Top-Ringer und A-Kader-Athlet Etienne Kinsinger, der die griechisch-römische Stilart pflegt, in der Klasse bis 66 kg einen sicheren 4:1-Punktsieg über den Rumänen Alexandru Solomon bei.

Der KSV Köllerbach muss nunmehr am kommenden Wochenende (07. und 08. Dezember) in der Bundesliga Südwest den zweiten Doppel-Kampftag in Angriff nehmen.

Top-Begegnungen am Wochenende

So ringen die Saarländer zunächst am Samstag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr, in der heimischen Kyllberghalle gegen die RKG Freiburg 2000.

Und am Sonntag, 8. Dezember, kommt es dann zum „Kampf der Kämpfe“. Die Saarländer müssen dann bereits um 15 Uhr in der Dinkelberghalle zum Auswärtskampf beim TuS Adelhausen antreten. Bei diesem Ringer-Leckerbissen, der mit Sicherheit für allerhöchste Spannung sorgen wird, duelliert sich der Spitzenreiter Köllerbach mit dem Tabellenzweiten Adelhausen.

Diese in der Tat „explosive“ Bundesliga-Begegnung dürfte also mit Sicherheit kein Kampf für schwache Nerven werden, geht es doch hier in der Ringer-Bundesliga Südwest um den „Platz an der Sonne“ (sprich: Platz eins). kk

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