Krötenretten ist Handarbeit

Wanderungen zwischen Oberesch und Biringen – Naturschützer helfen den Tieren

OBERESCH Nachttemperaturen von mehr als fünf Grad lösen den „Wanderreiz“ bei Kröten, Fröschen und Molchen aus. Die Wanderung der Tiere von ihrem unterirdischen Winterquartier zu ihrem Laichgewässer, enden häufig tödlich, wenn den langsam kriechenden Kröten nicht über viel befahrene Straßen geholfen wird. In dem kleinen Nordgaudorf Oberesch sind wieder engagierte Naturschützer aus Oberesch und dem benachbarten Biringen aktiv, die jeweils zu zweit oder allein nach einem festen Wochenplan die Strecke zwischen Oberesch und Biringen abgehen (800 Meter Zaun Hinwanderung zum Weiher, ca. 300 Meter Zaun Rückwanderung).

Krötenretten ist Handarbeit

Die aufgestellten Schutzzäune müssen über mehrere Wochen betreut werden.

Die Kröten/Frösche wandern auf ihrem Weg zum Laichen den Krötenzaun an der L 172 entlang und fallen dabei in die in einem bestimmten Abstand in die Erde eingegrabenen Fangeimer. Dort holen die Helfer die Kröten am frühen Vormittag raus.

Die Amphibien werden gezählt und direkt am Weiher oder in die Wiese auf der anderen Straßenseite in die Freiheit entlassen. In wärmeren und regnerischen Nächten können das bis zu 400 Tiere sein. Die Aktion kann bis zu zwei Monate dauern. Die engagierten Naturschützer aus Biringen und Oberesch freuen sich über jeden zusätzlichen Helfer. Wer mitmachen möchte, kann sich gerne bei Christa Ruhnau Tel.(06869) 263 melden. Da die Tiere sich gern bei Regen auf den Weg machen, sollte man auf wetterfeste Kleidung achten und in der Dämmerung eine Warnweste tragen. Taschenlampen sowie Eimer zählen ebenso zur Ausrüstung.

Bitte um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme

Ortsvorsteher Michael Engel bittet daher alle Autofahrer in den nächsten Wochen um erhöhte Vorsicht. Wer das Schild‚ Krötenwanderung erblickt, sollte den Fuß vom Gaspedal nehmen und die Geschwindigkeit deutlich herabsetzen. Zum Schutz der wandernden Amphibien, aber insbesondere auch zum Schutz der am Straßenrand tätigen freiwilligen Helferinnen und Helfer, bei denen er sich auch ganz herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz bedankt. red./mk

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