Krankheit: Eine Betriebsstörung des Körpers

Bademeisterin Monika Malert referierte über die „Fünf Säulen der Gesundheit“

ZWEIBRÜCKEN „Unser Körper ist wie ein kleiner Betrieb“, erklärte Monika Malert ihren aufmerksamen Zuhörern beim Kneippverein. Es werde Ware in Form von Nahrung angeliefert, die der Körper zu Energie verarbeite mit dem Ziel, zu lernen, zu denken, zu forschen, sich zu bewegen. Sie verdeutlichte: „Liegt eine Betriebsstörung vor, nennt man das Krankheiten.“

Um den Körper gesund zu erhalten, habe der Gesundheitspfarrer Sebastian Kneipp eine wirksame Fünf-Säulen-Philosophie entwickelt, wie man gesund lebt, ohne sich zu quälen. Diese beruhen auf den fünf Grundprinzipien Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Ordnung/Balance. „Seien sie liebevoll zu sich. Ihr Körper reagiert darauf, ob sie sich anmaulen oder liebevoll ansprechen und öfter mal verwöhnen“, erinnerte Monika Malert.

Als „Genuss-Molly“, wie sie sich selbst bezeichnet, empfahl die Vorsitzende des Kneippvereins Pirmasens die Wirkung von FdH „Futter die Hälfte“ mit Energie spendender Nahrung. Pflanzen entfalteten ihre heilenden Kräfte als Nahrungsmittel unter anderem in den gesunden Smoothies. Sie erinnerte daran, dass beim Gehen über die Reflexzonen unter den Füßen alle Körperorgane und Partien aktiviert werden. Ein spontanes Tänzchen durch die Wohnung zu Musik belebe und sorge zudem für gute Laune. Je mehr Bewegung unser Körper habe, desto einfacher könnten abgelagerte Schlacken ausgeleitet werden.

Berühmt geworden ist Sebastian Kneipp jedoch durch seine Wassertherapien. „Wasser ist das preiswerteste Gesundheitsmittel, das wir haben“, erinnerte die kneippsche Bademeisterin. Kaltes Wasser wirke wie eine Frischzellenkur für den Körper. Sie empfiehlt bei vielerlei Beschwerden Kneippsche Wickel mit kaltem Wasser, die abends angelegt werden und über Nacht wirken können. Ganz gleich, ob Gelenke schmerzen, es im Hals kratzt oder die Verdauung streikt: mit Wassertherapien lasse sich nicht erst kurieren, sondern bereits im Anfangsstadium Schlimmeres vermeiden.

Sehr hilfreich und stärkend seien kalte Waschungen: immer von unten nach oben, erst außen dann innen, also beginnenden am äußeren kleinen Zeh bis zum Knie oder am äußeren kleinen Finger bis zum Ellbogen. Auch die Ordnung spiele für das Wohlbefinden eine bedeutende Rolle. „Damit meine ich nicht nur den aufgeräumten und geputzten Haushalt, Körperhygiene und saubere Wäsche, sondern auch die innere Ordnung unserer Gedanken“, verdeutlichte die Referentin. Wer an Schönes denke, fühle sich viel besser als jemand, der sich ständig über etwas oder gar über andere ärgere. Ihr Fazit: „Ordnung fängt im Kopf an!“

„Wir haben viele Möglichkeiten für die Gesundheit mit ganz einfachen Anwendungen erfahren“, bedankte sich die Organisatorin, Jannie Schulz-Burema für den informativen Vortrag.

Recabic-Bewegungsschule

Am Dienstag, 10. September, um 19 Uhr lädt der Kneippverein zu einem Info-Abend der Recabic-Bewegungsschule in die Cafeteria des Nardini Klinikums Zweibrücken ein.cvw

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