Konzert des Ensembles Picante

Vorstoß in das Barockrepertoire – Am Samstag, 17. März in der Saarfelser Kirche

SAARFELS Mit seinen A-cappella-Programmen hat das Vokalensemble picante in der Region seit seiner Gründung 2006 immer wieder neue Akzente in der Chorszene der Region gesetzt.

Doch mit dem Konzert zur Fastenzeit am Samstag, 17. März, um 19 Uhr in der Saarfelser Kirche St. Barbara wollen die acht Sängerinnen und Sänger nicht nur ein neues Repertoire für sich erobern, sondern arbeiten diesmal grenzüberschreitend mit Musikern aus Luxemburg zusammen. Stephan Langenfeld, der musikalische Leiter von picante, verfolgt mit diesem Schulterschluss klare Ziele: „Für uns hat sich die Möglichkeit ergeben, mit dem auf die Barockmusik spezialisierten Ensemble Ad Libitum aus dem Großherzogtum dieses gemeinsame Projekt anzugehen. Der Leiter des Kammerorchesters, Rosch Mirkes, ist ein ungemein versierter Experte für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Und das ist für uns als Ensemble eine perfekte Gelegenheit, musikalisch eine ganz andere Facette von uns zu zeigen. Andererseits bieten wir dem Publikum so Interpretationen von Werken Buxtehudes oder Telemanns an, die selten – insbesondere mit so fundiertem Kenntnissen um die Stil-Epoche erarbeitet – in unserer Region zu hören ist.“

Der Programmzettel verspricht einen Rundumschlag durch die Werke großer Komponisten: Mit einer breiten Auswahl zwischen Bach, Telemann, Buxtehude, Vivaldi und Bruhns rücken ganz unterschiedliche barocke Arbeiten rund um die Fasten- und Passionszeit in den Fokus. Buxtehude thematisiert zum Beispiel in „Jesu, meines Lebens Leben“ das Verhältnis zwischen der Opfertat Jesu und den Gläubigen. Aus einem ruhigen, melodiösen Beginn wird ein schillernder Lobpreis auf den Gekreuzigten. Eigens für das Projekt, das einen Tag später ebenso beim Luxemburger Festival „Musek am Syrdall“ aufgeführt wird, hat der Experte Rosch Mirkes aber nicht nur das Programm zusammengestellt, sondern bringt auch herausragende Instrumental- und Gesangssolisten nach Saarfels mit: Fans der Luxemburger Musikszene ist zum Beispiel Jean-Paul Majerus,der die Bass-Soli übernehmen wird, einerseits längst ein Begriff. Und andererseits bekommen junge, vielversprechende Talente wie die Sopranistin Gaëlle Vien, der Countertenor Jeff Mack oder Anne Clement an der Gambe die Möglichkeit, sich vorzustellen. Trotz der aufwendigen Probenvorarbeit und dem Engagement von Solisten, Orchester und Chor werden die Musiker keinen Eintritt erheben. „Weil wir allen Zuhörern die Möglichkeit geben wollen, diese Musik zu erleben. Das birgt natürlich ein gewisses Risiko, aber wir hoffen, dass freiwillige Spender dieses Engagement zu schätzen wissen und uns unterstützen“, sagt Stephan Langenfeld.

red./mk

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