Kombination aus Zucht und Sport

Begeisterte Zuschauer und Teilnehmer beim Zweibrücker Frühjahrsturnier

ZWEIBRÜCKEN Mit einem packenden Finale endete das Zweibrücker Frühjahrsturnier. Lange Zeit sah es so aus, als könne Steffen Hauter im schweren Abschluss-Springen der Klasse S* die Siegerschleife ans Stirnband seines Erfolgspferds Balugata heften. Dem Profi vom RC Großsteinhauserhof, der als einziger der 32 Teilnehmer drei Eisen im Feuer hatte, war bereits der erste fehlerfreie Ritt in dem anspruchsvollen Parcours mit elf Hindernissen und 13 Sprüngen gelungen.

Mit Balugata führte der Erfolgsreiter das Feld bis zum drittletzten Starter an. Dann gelang es Andreas Woll vom RFV Neunkirchen-City, mit der achtjährigen Schimmelstute Cutest Tabou, die schnelle Zeit mit noch engeren Wendungen und schnellerem Tempo auf dem Kurs von Parcourchef Stefan Muthweiler erneut um mehr als drei Sekunden zu unterbieten. Das Paar war in diesem Jahr bereits erfolgreich bei den Löwen Classics in Braunschweig unterwegs und verhalf dem Team-Saar auf den Bronzerang. „Von Andy geschlagen zu werden ist keine Schande. Außerdem hat die Saison erst begonnen“, lachte Hauter, der mit zwei Schleifen im S*-Springen, zwei Siegen in den Springpferdeprüfungen Klasse A** und L sowie weiteren Platzierungen auf ein erfolgreiches Turnier zurück blickt.

Schöne Erfolge feierten auch die Gastgeber. Marika Oberle siegte mit ihrem neuen Pferd, dem achtjährigen Hannoveraner Wallach Locarno, sowohl in der Springprüfung Klasse A** als Gesamtsiegerin mit steigenden Anforderungen als auch in der geschlossenen Prüfung der nächst höheren Klasse L mit Hindernissen über 1,20 Zentimeter in der zweiten Abteilung. Bronze eroberte Michael Rubly vom RFV Bundenbacherhöhe mit seinem selbst gezogenen Zweibrücker Qui Bono in der zweiten Abteilung. In der Stilspringprüfung der A*-Klasse gewann Noelle Heil vom RFV Zweibrücken mit ihrem neunjährigen Oldenburger Wallach Birkenhof‘s souverän Silber vor Vereinskameradin Sarah Neger, die mit dem erfolgreichen Voltigierpferd Möbel Martin‘s Instore Girl den Bronzerang belegte.

Die Kombination aus Zucht und Sport, die der Reitverein RFV Zweibrücken und der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz Saar bei dem großen Springturnier des Vereins im Landgestüt erstmals geboten haben, kam bei Teilnehmern, Reitern und Pferdefreunden gleicher Maßen gut an. „Ich habe mit vielen Leuten gesprochen. Die waren alle begeistert“, erklärte Gerhard Brengel, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbands und Urheber,

Aus der Vorderpfalz seien deshalb Leute angereist, die allein wegen des Turniers nicht nach Zweibrücken gekommen wären. Zwischen den anspruchsvollen Springprüfungen auf dem Außenplatz am Sonntagnachmittag wurde in der kleinen Reithalle das Finale des Springpferde-Championats des Pferdezuchtverbands Rheinland-Pfalz-Saar ausgetragen. „So ein Publikum mit weit über hundert Zuschauern haben wir sonst nicht“, freute sich Gerhard Brengel über die große Resonanz des interessierten Publikums.

Schön aus lokaler Sicht: Der Vize-Champion bei den Vierjährigen Pferden ist Diacontina im Besitz der Zweibrückerin Birgit Hohlweg vom RV Einöd aus der Zucht von Horst Reitnauer vom Berghof-Einöd. Für ihre Leistungsbereitschaft und ihre enorme Springmanier erhielt die elegante Rappstute mehrfach Szenenapplaus. cvw

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