Kochen lernen daheim

CJD in Corona-Zeiten auf neuen Wegen

Homburg. In Pandemiezeiten sind Kreativität und gute Ideen gefragt. Beides kann das CJD Homburg vorweisen.

Die Auszubildenden, die im Christlichen Jugenddorf die Berufe Koch und Fachpraktiker Küche absolvieren, kochen jetzt zuhause für ihre Familien. Was tun, wenn die Auszubildenden in der Küche wegen der Hygieneverordnung nicht an ihrer Arbeitsstelle kochen dürfen? Ganz einfach, sie kochen daheim. Die Idee entstand in der Gastro-Ausbildung zwischen den Ausbildern Waldemar Schot und Markus Bronder für die elf Azubis, die alle im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr sind.

Boxen mit Zutaten wurden in Zusammenarbeit mit dem Küchenchef der Großküche Swen Haupenthal zusammengestellt und gerichtet: „Unsere Auszubildenden erhalten jetzt alle zwei Wochen Rezepte für fünf oder sechs Gerichte, die sie zuhause nachkochen. Darunter sind zum Beispiel Pilzragouts, selbstgemachte Spätzle und Semmelknödel oder eine Konditorcreme“. Die Zutaten bringen die Ausbilder zu den Jugendlichen nach Hause. Eine Möglichkeit, den persönlichen Kontakt mit den Teilnehmern halten zu können und gegebenenfalls Probleme beim Kochen im Vorfeld zu vermeiden.

Die Resonanz ist gut, den jungen Menschen gefällt das: „Wir können uns beim eigenverantwortlichen Kochen ausprobieren, müssen manchmal improvisieren und uns selbst helfen. Es ist eine gute Möglichkeit, die eigene Kreativität zu entfalten, was das Kochen und Garnieren betrifft“, so Linus Brill, Kochazubi im zweiten Lehrjahr. Wie wird kontrolliert? Schüler und Ausbilder tauschen sich über die Schul-Cloud oder telefonisch aus. Hier werden beispielsweise Bilder der Speisen oder Anweisungen hochgeladen. Eltern und Familie agieren als Testesser. Gespräche mit den jungen Köchen über Geschmack und Konsistenz der Speisen geben den Ausbildern dann eine gute zusätzliche Basis für ihre Bewertungen. red./jj

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