Klinik-Digitalisierungsprojekte

Neues Programm der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V., Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser des Saarlandes und CEB ist gestartet

HILBRINGEN Eine Pandemie, Wirtschaftlichkeit, Fachkräftemangel – Krankenhäuser stehen aktuell vor einigen Herausforderungen. Zu alledem will die Zukunft der Einrichtungen patientennah durch die digitale Transformation gesichert werden.

Um entsprechende Strategien zu entwickeln, Projekte umzusetzen und passende Fördermöglichkeiten zu finden, haben die Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG) und die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Krankenhäuser des Saarlandes (AKKS) in Kooperation mit der CEB das Programm „Digitale Transformation Krankenhaus – Zukunft gestalten“ entwickelt.

Bei der Auftaktveranstaltung in der CEB-Akademie in Hilbringen haben die Teilnehmer die Grundlagen einer praxisorientierten Digitalisierungsstrategie erfahren, welche Ergebnisse sie erwarten können und welche Funktion die Geschäftsführung in diesem Prozess einnimmt.

Im Fokus steht die Stärkung des allgemeinen Gesundheitswesens, sagte Theo Dubois, Bereichsleiter Bildung der CEB, bei der Begrüßung.

In dem Programm erarbeiten die Vertreter der sieben teilnehmenden Krankenhäuser und Trägereinrichtungen Digitalisierungsstrategien sowohl für sich selbst als auch sektorübergreifend. Manfred Klein, Vorstandsvorsitzender der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V., betonte, wie wichtig dieses gemeinsame Vorgehen sei. Zusammen könne man sich den Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitssektor effektiv stellen. Auch hier, griff Klein das Saarland-Motto auf, entstehe Großes im Kleinen.

Eine mögliche Finanzierungshilfe hat Alexandra Heinen, Abteilungsleiterin im saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, in ihrem Gastvortrag vorgestellt. So ist jüngst das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) für die Digitalisierung von Krankenhäusern in Kraft getreten.

Der Bund stellt drei Milliarden Euro zur Verfügung, damit Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, Digitalisierung und IT-Sicherheit investieren können. Die Fördermittel sollen nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt werden, erklärte Heinen. Für das Saarland sind so etwa 36,1 Millionen Euro an Bundesmitteln sowie 15,5 Millionen Euro Kofinanzierungsmittel vorgesehen. Dabei betonte auch Alexandra Heinen, wie wichtig eine sektorübergreifende Strategie ist: „Die Modernisierung muss nicht nur im Krankenhaus in den Blick genommen werden, sondern auch vor allem an den Schnittstellen nach außen.“

Dr. Jürgen Stübner, Geschäftsführer von „Stübner&Partner Unternehmensentwicklung“, setzt das Programm mit den saarländischen Krankenhäusern um. In den kommenden Monaten erarbeiten die Teilnehmer unter fachlicher und methodischer Anleitung entsprechende Strategien und förderfähige Digitalisierungsprojekte. red./ti

Copyright © wochenspiegelonline.de / WOCHENSPIEGEL 2021
Alle Rechte vorbehalten.