Klassiker der expressionistischen Filmkunst

Improvisation zu dem Stummfilm „Metropolis“ bei der 22. Orgelnacht

ST. INGBERT Die 22. Orgelnacht am Samstag, 4. August, in der Kirche St. Hildegard hat die Improvisation zu dem Stummfilm „Metropolis“ zum Thema mit den Interpreten Prof. Dr. Jörg Abbing und Christian von Blohn, Orgel.

Metropolis ist ein monumentaler Stummfilm des Regisseurs Fritz Lang, der in den Jahren 1925 bis 1926 gedreht und im Januar 1927 erstmals gezeigt wurde. Schauplatz der Handlung ist eine futuristische Großstadt mit einer ausgeprägten Zweiklassengesellschaft.

Die Darstellung der Gesellschaftsordnung von „Metropolis“ lehnt sich einerseits an das marxistische Bild des Kapitalismus an: Es gibt zwei Klassen, deren eine die andere ausbeutet, und es ist faktisch unmöglich, von der unteren in die obere Klasse aufzusteigen. Fritz Lang erklärte 1971 in einem Interview, dass er den politischen Anspruch der Drehbuchautorin Thea von Harbou, das Herz (im Film der Sohn des Herrschers) vermittle zwischen Hand (Arbeiter) und Hirn (Herrscher) zunächst nicht teilte, später aber bemerkte, dass in der modernen Gesellschaft meist das Herz fehlte. Die Grundidee des Films besteht darin, zu zeigen, dass der technische Fortschritt nicht automatisch eine humanere und zivilere Gesellschaft bringt, sondern die Maschinen aufhören nur Werkzeug zu sein und den Menschen ihren Rhythmus aufzwingen.

Heute gilt der Film als Klassiker der expressionistischen Filmkunst. Im Jahr 2001 wurde der Film als erster überhaupt mit dem Titel „Weltdokumentenerbe“ der UNESCO ausgezeichnet.

Das Konzert beginnt um 21 Uhr und dauert bis etwa Mitternacht. In der Pause wird den Besuchern ein kleiner Imbiss mit Wein angeboten.

Der Eintritt beträgt 10 Euro, erm. 8 Euro.red./dos

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