Kitas als wichtige Anlaufstellen für Familien

Gesellschafterversammlung der Katholischen Kita gGmbH Saar tagt in Dillingen

DILLINGEN 157 Kitas im Saarland und mehr als 3000 Mitarbeiter – das sind die aktuellen Zahlen der Katholischen Kita gGmbH Saar, die auf der Gesellschafterversammlung in Dillingen bekannt gegeben wurden.

Zu Beginn des Jahres 2017 hatte die Kita gGmbH mit 159 Kitas, deren Trägerschaft sie übernommen hatte, den Höchststand erreicht. 2018 gab es aber zwei Zusammenschlüsse von Kitas. Sorgen bereite dagegen insbesondere der Nachwuchs an Erziehern, sagte Rainer Borens, kaufmännischer Geschäftsführer der Kita gGmbH: „Wir werden auch in den nächsten Jahren Probleme mit dem Fachkräftemangel haben. Ich bin sehr gespannt, was die Landesregierung hier machen will.“

Er hoffe, dass in Zukunft auch andere Berufsgruppen als Fachkräfte anerkennt werden. Er könne sich vorstellen, dass Menschen, die beispielsweise Musik, Sport oder Sprachen studiert hätten, als Fachkräfte in Kitas arbeiten könnten. Aktuell gelten nur Sozialpädagoginnen und -pädagogen oder staatlichen anerkannte Erzieherinnen und Erzieher als Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen.

Von den 2971 Mitarbeitern, die zum 1. Januar 2017 in den Kitas der Kita gGmbH gearbeitet haben, war der größte Teil in Teilzeit beschäftigt. Der Fachkräftemangel sei aber nicht dadurch aufzufangen, diesen Menschen mehr Stunden zu geben, so Borens.

„Wir sind mit einem hohen Anteil auf Frauen angewiesen, die sich bewusst für Teilzeit entscheiden.“

So haben diese Frauen beispielsweise selbst Kinder, oder pflegen Angehörige zu Hause. In Bezug auf die zusätzlichen Mittel, die der Bund und die Landesregierung den Kitas in den kommenden Jahren zur Verfügung stellen werden, hoffte Thomas Schmitz, pädagogischer Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH, dass diese nicht nur zur Entlastung der Elternbeiträge führen, „sondern auch zur Steigerung der Qualität in Kitas“.

Mechthild Schabo, Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Trier und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Kita gGmbH betonte die wichtige Rolle der Kitas im Zuge der Umsetzung der Beschlüsse der Bistumssynode: Die Kitas seien „wichtige und voller Chancen steckende Einrichtungen, um den pastoralen Auftrag unserer Kirche umzusetzen.“

Dabei meine pastoral alles kirchliche Tun und Handeln. „Kirche ist dort, wo sie als Kirche handelt und wo erfahrbar ist, wozu sie da ist. Die einzelne Katholische Kindertageseinrichtung ist und bleibt ein wichtiges Gesicht von Kirche.“

Kitas sind schon jetzt ein wichtiger Anlaufort für Familien in deren Einzugsgebiet. „Die pädagogischen Fachkräfte kennen die Sorgen und Fragen, die Hoffnungen und Freuden der Kinder und Familien“, so die Direktorin. Wenn Familien Hilfe brauchen, dann seien die Fachkräfte oft erste Anlaufstelle. „Dieses aufmerksame Wahrnehmen und Annehmen der Fragen und Anliegen der Familien ist ein wichtiger Auftrag für uns als Kirche.“ Schabo dankte den Mitarbeitern der Kitas auch im Namen von Bischof Ackermann für ihr Engagement sowie den Gesellschaftern und Bauträgern der Kitas für ihre Kooperation und Unterstützung für den Erhalt der Einrichtungen. red./am

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