Kinderspielzeug vergangener Tage

Aktuelle Sonderausstellung im Schulmuseum Ottweiler zeigt historische Exponate

OTTWEILER Alexa Fischer, die langjährige und erfahrene Leiterin des Spielzeug- und Ikonenmuseums im Kloster Machern bei Bernkastel-Kues, hatte immer wieder vom Saarländischen Schulmuseum gehört und gelesen. So kam sie nach dem Besuch der entsprechenden Internetseiten auf die Idee, mit dem Museum in Ottweiler eine Kooperation anzugehen.

Ausgezeichnete ­Zusammenarbeit

Noch bis Ende September werden an der Zeltinger Brücke Quellen und Exponate aus der umfangreichen Sammlung des Schulmuseums gezeigt. Im Gegenzug wanderten zum Teil außerordentlich wertvolle Kinderspielzeuge aus vergangenen Tagen von der Mosel an die Blies.„Gesagt, getan. Es ging dann alles sehr schnell“, fasst Ralf Hoffmann vom Schulmuseum die Zusammenarbeit mit seiner Kollegin aus Machern zusammen. „Selbstverständlich gingen der Fertigstellung der Ausstellungen gegenseitige Besuche und konzeptionelle Planungen voraus. Rechtliche und versicherungstechnische Angelegenheiten waren zu klären. Aber schließlich waren die erforderlichen Vorarbeiten erledigt.“

Historische Spielzeuge der Groß- und Urgroßeltern

So sind nun verschiedene historische Puppen, ein Feuerwehrfahrzeug, Eisenbahnen, Märklinkästen, ein Kaufmannsladen oder eine Spielschule in Ottweiler zu bestaunen, mit denen die Generationen der Groß- und Urgroßeltern spielten. Ein weiterer Vitrinenraum bietet Platz für Gesellschaftsspiele mit schulbezogenem Inhalt, Handpuppen und andere Metallbaukästen aus der Zeit nach 1930 und aus der Sammlung von Professor Horst Schiffler aus Ott­weiler.

Playmobilfiguren vor Original-Kulisse

Daniel Bittner aus Ottweiler brachte Fotos mit Playmobilfiguren in die Ausstellung ein, die er vor der originalen Ottweiler Kulisse ablichtete: das Playmobil-Brautpaar im schönen Rosenpark am Pavillon, den Playmobil-Nachtwächter in der idyllischen Altstadt und vieles mehr. Die Saarbrücker Chansonsängerin Susan Ebrahimi, die zufällig ein Musikvideo im Schulmuseum drehte, steuerte als Leihgabe für die Sonderausstellung ein altes Dreirädchen und einen ramponierten Puppenwagen bei.

Professor Schiffler, der die Sonderausstellung in Machern kuratierte, stellte fest: „Die schulgeschichtliche Präsentation mit zum Teil noch nicht öffentlich gezeigten Objekten bildet eine interessante Erweiterung der Dauerausstellung. Es freut mich, dass die Zusammenarbeit mit Alexa Fischer planmäßig verlief und vom ersten Tag an ein reges Besucherinteresse gegeben war.“red./vw

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