Kindergruppe spendet für krebskranke Kinder

500 Euro für ein Spielzimmer an der Homburger Kinder-Onkologie-Station

OBERSALBACH Kinder helfen Kindern: An St. Martin und Nikolaus hatte eine Gruppe von Kindern aus Obersalbach mit kleinen Aufführungen in der Kirche gezeigt, wie man teilt und Gutes tut. Nun gingen sie auch gleich mit gutem Beispiel voran – und setzten das auch selbst um. Die 500 Euro, die die Kinder während der Vorführungen im Klingelbeutel sammelten, wurden komplett an die Elterninitiative krebskranker Kinder gespendet.

Jetzt übergaben die Kinder in der Obersalbacher Kirche symbolisch den Scheck an den Vorsitzenden des Vereins, Michael Schneider. Der war extra nach Obersalbach gekommen – und zeigte sich begeistert vom Engagement der Kinder. Es komme immer wieder vor, dass gerade Kinder Aktionen – wie etwa auch Flohmärkte – durchführten, und die Einnahmen dann dem Verein spendeten.

Auf die Frage der Kinder, für welchen Zweck ihr Geld konkret eingesetzt werde, hatte Schneider einen Vorschlag: „Das könnt Ihr mitbestimmen, wir haben verschiedene Projekte. Aber diese Woche kam gerade eine Anfrage für die Villa Ekki. Das Spielzimmer, das direkt der Kinder-Onkologie-Station der Homburger Uniklinik angegliedert ist, ist für die Kinder und Eltern wichtig, um mal vom medizinischen Alltag abzuschalten, und stellt einen wichtigen Bestandteil im Genesungsprozess der Kinder dar. Dieses Zimmer samt Küche und Terrasse soll mit neuem Mobiliar bestückt werden. Und dafür würde ich Euer Geld gerne verwenden.“ Ein Wunsch, dem die Kinder gerne zustimmten.

Auch ein weiteres Großprojekt möchte Schneider möglichst schnell verwirklichen: „Wir wollen gerne vor den Toren der Uniklinik das Haus des Kindes und der Jugend bauen.“ Das entsprechende Grundstück ist bereits angekauft. Derzeit fehlt aber noch eine Million Euro, um den Bau zu realisieren. „Deshalb ist jeder Euro an Spende wichtig“, sagt Schneider. Der Verein, der jährlich rund 450000 Euro in die Betreuung von krebskranken Kindern und ihren Eltern investiert, lebt vor allem von Kleinspenden.

„Wir hoffen, für dieses Haus des Kindes und der Jugend auch noch einen Großsponsor zu finden. Denn wir möchten auch nicht an anderen Projekte, die wir machen, sparen.“

Die Obersalbacher Kinder jedenfalls werden auch in diesem Jahr wieder zu Nikolaus und St. Martin Aufführungen machen – und wohin die Einnahmen gespendet werden, ist auch schon klar.red./tt

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