Kinder lernen Deutsch

Die Neunkircher Rotarier unterstützen die Aktion weiter mit 1

WIEBELSKIRCHEN Für das Projekt „Kinder lernen Deutsch“ hat der Rotary Club Neunkirchen auch in diesem Jahr wieder einen Scheck über 10000 Euro an die Grundschulen Wiebelskirchen und Wellesweiler überreicht.

Geringe Deutschkenntnisse von Kindern in Grundschulen beeinträchtigen den Lernerfolg sowie spätere berufliche Aussichten. Mit dem Projekt „Kinder lernen Deutsch“ wird deshalb seit 2007 an den beiden Schulen gezielt auf Schüler eingegangen, die bisher wenig Deutsch können, oder aber bereits fortgeschritten sind.

Gefördert wird das Projekt schon von Anfang an durch den Rotary Club Neunkirchen. „Ich weiß, wie schwer das ist, wenn man mit der deutschen Sprache und Rechtschreibung und mit all den vielen Wörtern Probleme hat.“, sagt Peter Geck­eis, Präsident des Rotary Clubs und Gymnasialdirektor. „Deswegen ist es ganz wichtig, dass die Kinder eine Unterstützung bekommen.“

Zur Eröffnung der Feier hatten sich die Kinder auf dem Schulhof versammelt, und sangen den Gästen und ihren Eltern und Lehrern ein fröhliches Oster-Lied vor, bevor dann mit einem großen Applaus feierlich der Scheck überreicht wurde.

Der Rotary Club ist ein Dienst an der Gemeinschaft, der helfen möchte, wo Bedarf ist. Schon lange dabei ist der Gemeindienstbeauftragte Heinz Walbrodt, dem das Projekt „Kinder lernen Deutsch“ besonders am Herzen liegt und der sich immer wieder dafür einsetzt, dass es weiter unterstützt wird.

Bürgermeister Jörg Aumann stimmt zu, denn es seien die Kinder, die die Zukunft der Stadt gestalten. Sein besonderer Dank gilt auch den beiden Schulleitern Petra Pfeifer und Patric John, „die auch ganz toll hinter diesen wichtigen Projekt stehen“, sowie Susanne Brill aus Wiebelskirchen und Izabela Zurkowsaka-Weis aus Wellesweiler, die den Sprachförderunterricht durchführen.

Im laufenden Schuljahr geben sie über 60 Schülern mit und ohne Migrationshintergrund regelmäßige Förderstunden in Gruppen von zwei bis sechs Kindern. Diese sollen ihnen zunächst den Zugang zur deutschen Sprache erleichtern.

Auf spielerische Weise wird der Wortschatz trainiert und kindgemäße Ausdrucksweisen in konkreten Lebenssituationen eingeübt. Damit legen sie einen Grundstein, mit dem in der anschließenden Förderung auch die Lesefähigkeit und das Leseverständnis verbessert werden können. In den Kleingruppen, in denen der Förderunterricht stattfindet, kommt es zu Erfolgserlebnissen, die in der „großen“ Klasse oft fehlen.

Insgesamt werden im Schuljahr 2018/19 an den beiden Schulen über 700 Förderstunden angeboten. sg

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