Kinder aus Tschernobyl zu Gast

Herzlicher Empfang für Püttlinger Hilfsverein bei den Dillinger Bienenzüchtern

DILLINGEN Der Püttlinger Verein „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ hat mit 21 Kinder im Alter und zwei Betreuerinnen aus der Gegend von Tschernobyl jenseits der weißrussischen Grenze den Bienenzuchtvereins Dillingen besucht. Auf der Bienenwiese in Diefflen wurde die Besuchergruppe herzlich empfangen.

Der Besuch fand im Rahmen ihres dreiwöchigen Aufenthaltes bei Gastfamilien im Saarland statt, den der Püttlinger Verein „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ jährlich organisiert. Gesunde Luft, nährstoffreiches Essen und viel Abwechslung sollen in der Zeit ihres Aufenthaltes ihr Immunsystem stärken.

Denn auch über 30 Jahre nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl, bei der Block 4 des Kraftwerkes explodierte, ist über weite Landesteile die Gesundheit der nachfolgend geborenen Generationen stark beeinträchtigt. Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Störungen ihres Immunsystems sind die Folgen der radioaktiven Verstrahlung, der die Menschen aus Armut dort bis heute ausgesetzt sind.

Die kleinen Besucher waren sehr aufgeregt, als es hieß: Wir gehen nun zu den Bienen.

Zwei Betreuerinnen halfen, die Sprachbarriere zu überwinden.

Nach einigen Erläuterungen der Werkzeuge des Imkers legten die Kinder ihre Schutzanzüge an. Matthias Kremer öffnete einen Bienenstock und begann den Kindern detailliert zu erklären, wie die Bienen im Bienenstock leben.

Das Interesse der Kinder war groß, eine Vielzahl von Fragen zeugten von großer Wissbegierde. Höhepunkt der Sichtung war das Entdecken der Bienenkönigin, die sich eigens für den Besuch der Kinder aus dem fernen Land auf einer Wabe zeigte.

In strahlende Gesichter konnte man blicken, als dann jedes Kind ein Glas Honig und eine Tüte Honigbonbons geschenkt bekam. Zu guter Letzt übergaben der Hobbyimker Matthias Kremer und Frau Tahereh dem Püttlinger Verein eine Spende über 1000 Euro, die mithelfen soll, die Not vor Ort zu lindern.

Die Kinder bedankten sich mit einem Sprechchor in deutscher Sprache, sowie einem deutschen und einem russischen Lied und übergaben ein selbst gemaltes und gebasteltes Bild.

red./am

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