KCV Homburg prämierte Chöre

Hauptversammlung: Sänger dürfen vorbehaltlich wieder proben

KIRRBERG Der Chor „Taktstrich“ mit seiner Vorsitzenden Doris Omlor war Ausrichter der Hauptversammlung des Kreis-Chorverband Homburg. Diese wurde vom März verschoben und konnte nun in der Lambachshalle, auf Abstand versteht sich, stattfinden. Auch der gastgebende moderne Chor wirkte zum Auftakt mit, natürlich nur mit einer Tonaufnahme seines Gesangs, womit die Versammlung eröffnet wurde.

Frank Vendulet, Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes, dankte den Delegierten für ihr Erscheinen und dafür, dass man die vergangenen Wochen trotz aller Widerstände zusammen gehalten habe. Dass es für den Chorgesang eine lockernde Neuverordnung gibt, konnte Landrat Theophil Gallo in seinem Gastvortrag verkünden, welcher sich dem Grußwort des stellvertretenden Ortsvorstehers Martin Lambert anschloss, der den verhinderten Manuel Diehl vertrat.

Gallo ging zunächst auf die allgemeine Corona-Entwicklung im Allgemeinen und im Saarland beziehungsweise Saarpfalz-Kreis im Besonderen ein, bevor er die Delegierten darüber informierte, dass nun wieder Proben sowie eingeschränkt auch Veranstaltungen möglich seien.

„Beim Singen atmet man wesentlich tiefer ein und aus, das gilt es im Besonderen zu berücksichtigen“, daher seien die Proben auch nur mit Abstand und in großen Räumen mit entsprechender Höhe möglich. Dazu muss jeder Verein beziehungsweise jede Einrichtung ein Hygienekonzept erstellen. Beim Singen ist ein Abstand von drei Metern zwischen Personen (seitlich und in Ausstoßrichtung) sicherzustellen. „Der Abstand vom Dirigenten zu den anderen Musizierenden muss mindestens zwei Meter betragen. Auch bei Schauspiel- und Tanzproben ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Diese Abstände können durch alternative Schutzmaßnahmen verringert werden. Besonders intensive körperliche Anstrengungen sind zu vermeiden“, heißt es u.a. in den Vorgaben. Auch für das Proben im Außenbereich gibt es entsprechende Regelungen.

Auszeichnung besonderer Projekte

Ein besonderer Anlass war dann die Bekanntgabe der Preisträger der Chorprämie des Kreis-Chorverbandes für das Jahr 2019. Sechs Chöre hatten sich um die mit einer Geldprämie und Urkunden versehenen Auszeichnungen beworben, vier von ihnen konnten geehrt werden.

Die ausgezeichneten Chöre sind auf dem vierten Platz der „Chor Kolores“ aus Herbitzheim für seine Nachwuchsarbeit, das Musical-Projekt und das besondere Engagement für die jungen Sänger.

Den dritten Platz sicherte sich der MGV Höchen e.V. mit seinem Projekt eines Musiktheaters, seine nachhaltige Mitgliederwerbung und die Neuausrichtung mit der Gründung eines Frauenchores.

„Sing ´n´ Swing“ aus Homburg erhielt den zweiten Preis für sein bemerkenswertes Generationenprojekt eines Konzertes, welches einen besonderen Mix in Alter und Stilrichtung darstellte. „Ein gelungenes Beispiel, wie vereinsübergreifend unterstützt werden kann, um in der Öffentlichkeit präsent zu sein und entsprechend auch potenzielle Sänger ansprechen zu können“, so die Begründung der Jury.

Erster Preis für die ‚Kunterbunten Oberbexbach‘

Den ersten Platz gewannen für 2019 die „Kunterbunten Oberbexbach“. Gelungen und zukunftsträchtig wurde ein Mix aus Theater und Musik umgesetzt. „Die Idee, eines partizipativen Ansatzes, das Bühnenprojekt durch die Darsteller selbst entwerfen zu lassen und auch bei der Umsetzung maßgeblich beteiligt zu sein, ist sehr innovativ und erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität, um allen Ansprüchen gerecht zu werden“, befand das Bewertungsgremium. ks

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de