Kandiaten wurden nominiert

Bekanntgabe der Preisträger des Zukunfts- und Nachwuchspreises bei Pfalzpreis-Gala

KAISERSLAUTERN Je drei Kandidaten wurden von der Jury unter 30 Bewerbungen ausgewählt und für den mit 10000 Euro dotierten Zukunftspreis Pfalz beziehungsweise den mit 2500 Euro dotierten Nachwuchspreis nominiert. Für den Hauptpreis in Betracht kamen – nach dem Votum der siebenköpfigen Jury – der 1964 in Russland geborene Diplom-Ingenieur für Elektronik, Sergej Buragin, für sein ehrenamtliches Engagement als Gründer und Betreuer der inzwischen vielfach ausgezeichneten „Jugend forscht Schüler AG“ in Neustadt an der Weinstraße, das Forscherteam von Dr. Jochen Fischer (Biologe aus Kaiserslautern), Dr. Frederik Wurm (Chemiker aus Mainz) und Dr. Andreas Kortekamp (Pflanzenphysiologe aus Neustadt), das sich mit abbaubaren Nanoträgersystemen zur Heilung erkrankter Weinreben beschäftigt, und Kasem Maryamh von der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern, der ein innovatives System für Hochwasserschutz in Form einer selbsttätigen Betonsperre entwickelt hat. Preisverdächtig in der Nachwuchs-Kategorie sind die Ludwigshafener 13-jährigen Zwillinge Julian und Luis Bender, die einen Schülerstuhl gegen Skoliose erfunden haben, der Maschinenbau-Diplomingenieur Dr. Moritz Hübler aus Neustadt für seine Neuerungen auf dem zur Antriebstechnik gehörenden Gebiet der Aktorik, bei dem es um aktive Verstellfunktionen ohne Mechanik, Knicke oder Spalte an formveränderlichen Bauteilen geht, und der 14-jährige Finn Kirchberg aus Neustadt, der demenzerkrankten Menschen mit „Kolobok“ einen Therapieball zur Verfügung stellt. Darüber hinaus hat sich die Jury für drei Schüleranerkennungen entschieden, die mit je 500 Euro dotiert sind. Die Nominierten werden bei der Pfalzpreis-Gala am Sonntag, 17. November, um 18 Uhr im Pfalztheater Kaiserslautern anhand von Präsentationen und Filmporträts vorgestellt, anschließend erfolgt die Bekanntgabe der Preisträger. Diejenigen, die nicht zum Zug kommen, erhalten einen Anerkennungspreis von 500 beziehungsweise 200 Euro. Der Eintritt zur Gala ist frei (Einlass ab 17.30 Uhr, freie Platzwahl).

Zwei Schüler und ein Schülerteam aus drei Jugendlichen erhalten jeweils eine Anerkennung.

So untersuchte der 16-jährige Jonas Mannweiler aus Neustadt für sein „Jugend forscht“-Projekt „Acoustic Fire Fighting - Feuer löschen mit Schall“ das Phänomen, dass Schallwellen als Löschmethode bei der Brandbekämpfung eingesetzt werden können. Lukas Schuff aus Ludwigshafen, der die achte Klasse der Integrierten Gesamtschule in Deidesheim besucht, konstruierte für „Jugend forscht“ mit „BabyDreams“ ein Bett, das nicht nur das Schaukeln im Auto, sondern auch Motorgeräusche sowie Lichtreflexe von Straßenlaternen und vorbeifahrende Autos simuliert und dadurch weinende Babys beruhigt; neben dem Automodus ist das Spezialbettchen in der Lage, auch den Schiffsmodus und Mamas Bauch zu suggerieren und beruhigende Kinderlieder abzuspielen. Die drei Vorderpfälzer Franciszek und Tymoteusz Wozniak, deren kleiner Bruder an Diabetes erkrankt ist, sowie ihr Freund Tobias Schutzat wollen mit „Sugarman“ die Ernährungsweise von Kindern verbessern, indem sie einen interaktiven humanoiden Spiel-Roboter bauten, der spielerisch über gesundes Essverhalten bei Diabetes informiert und beim Arzt im Wartezimmer zu einem Bewegungsspiel animiert.

Der siebenköpfigen Fachjury gehörten neben dem Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder, der ohne Stimmrecht die Sitzung moderierte, Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Vizepräsident für Forschung und Technologie an der Technischen Universität Kaiserslautern, Dr. Tibor Müller und Steffen Blaga von der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz in Ludwigshafen, Dr. Klaus Dreßler vom Kaiserslauterer Fraunhofer-Institut, Diplom-Ingenieur Martin Carl Hauck, Vorsitzender der Landesgruppe des Bunds deutscher Landschaftsarchitekten aus Neustadt an der Weinstraße, und Dr. Albrecht Müller, Allgemeinmediziner aus Klingenmünster, an. red./aks

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