Kammerkonzert in der Versöhnungskirche

Heinrich Ignaz Franz Biber: aus den „Mysterien-Sonaten”

VÖLKLINGEN Das fünfte Konzert präsentiert der FMV in Kooperation mit der Akademie für Alte Musik im Rahmen der Tage Alter Musik Im Saarland (TAMIS) als Kammerkonzert in der Erlöserkirche, Rheinstraße 2, in Völklingen, am Samstag, 25. Mai, um 19 Uhr. Zu Gehör kommen m usikalische Betrachtungen zu Passion, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten von Heinrich Ignaz Franz Biber: aus den „Mysterien-Sonaten”. Mitwirkende sind das Ensemble Turdus Merula, Carla Linné, Violinen in verschiedenen Stimmungen, Katia Kuzminykh, Viola da gamba, Sayaka Namizuka, Cembalo und Orgel, und Friederike Kühl, Rezitation.

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) war Geiger und Kapellmeister in Salzburg am Hof des Erzbischofs, lebte und arbeitete also ganz in der katholischen Tradition. Er hatte nachweislich Kontakt zu dem berühmten Geigenbauer Jakob Stainer und die Möglichkeit, dessen Instrumente zu benutzen. Bibers Sonaten für Violine und Basso continuo über die Mysterien des Rosenkranzes gehören zu den zentralsten und gleichzeitig rätselhaftesten Kompositionen des böhmisch-österreichischen Barock – quasi fünfzehn „Andachten“ über je eines der 5 freudenreichen, 5 schmerzlichen und 5 glorreichen Geheimnisse. Die sechzehnte Sonate ist eine Passacaglia für Violine solo ohne Bass, die als Meditation über den menschlichen Lebensweg gesehen werden kann. Für jede Sonate wird eine andere Stimmung der Geige verlangt. Dies verändert den Klang und die musikalischen Möglichkeiten und ist eine besondere Herausforderung für den Geiger.

Zu Bibers 375. Geburtsjahr präsentiert das Ensemble Turdus Merula ausgewählte Sonaten und verknüpft sie im Wechsel mit zeitgenössischen Gedichten.

Der Eintritt kostet 10 Euro/ ermäßigt 7 Euro. red./jb

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