Jugendliche unterwegs zu mündigen Bürgern

Wahl-O-Mat zur Europawahl 2019 an der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn

ERBACH Bis zum 23. Mai geht der Wahl-O-Mat zur Europawahl 2019 auf Tour. Vor kurzem war das Programm zu Gast an der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn in Homburg-Erbach. Hier hatten die Jugendlichen der 10. Jahrgangsstufe sowie interessierte Klassen aus 8 die Gelegenheit, mit saarländischen Politikern die im Wahl-O-Mat präsentierten Thesen zu diskutieren. Matthias Fuchs von der CDU, Prof. Dr. Gerhard Wenz vom Bündnis 90/Die Grünen, Elke Eder-Hipler, Landtagsabgeordnete des Saarlandes (SPD), Daniel Schütte (AfD), Julien Simons von der FDP und Dennis Lander (DIE LINKE) stellten sich den 38 Wahl-O-Mat-Themen sowie den Fragen von 72 Schülern.

Daniel Erbes (Arbeitskammer des Saarlandes), der jährlich mit den Jugendlichen aus Erbach an der Neuen Sandrennbahn Projekttage zur Arbeitswelt durchführt, moderierte die Veranstaltung. Die Schüler stiegen rege in die Diskussionsrunde im zweiten Teil ein und stellten besonders viele Fragen an den Vetreter der Alternative für Deutschland. Schütte bedankte sich für das große Interesse an seiner Partei und ihren Standpunkten nicht ganz ohne Sarkasmus, bemühte sich aber auf alle Fragen nachvollziehbare Antworten zu geben, welche den Jugendlichen jedoch nur teilweise genügten. Vor allem drehten sich die Fragen der Schüler um die Haltung zur Homoehe, zum Europa der Zukunft, zu Klimaschutz sowie zu Fragen der Bildungspolitik.

Um daran auch im GW-Unterricht anzuknüpfen, ließ Marlene Lehmann (Landeszentrale für politische Bildung) für Lehrer und Schüler viel Informationsmaterial und sogar ganze Unterrichtseinheiten mit Arbeitsblättern und kleinen Wandkarten da. Elke Eder-Hippler und die Gäste von CDU, FDP sowie Bündnis 90/Die Grünen waren sich einig, dass die Erbacher Jugendlichen toll mitgemacht haben. So interessierte und politisch versierte Schüler hätten sie noch an keinem anderen Schulstandort erlebt. Eder-Hippler ergänzte, dass die Neue Sandrennbahn die Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu Recht trage, da die Lehrkräfte offensichtlich vielfältige Bildungsangebote zu Politik und Demokratie böten. Schulleiterin Sabine Bleyer lobte die 8. und 10. für ihr reges Interesse, die guten sachorientierten Fragen an die Politiker und ihre Diskussionskompetenz, die konträre Meinung anderer zu akzeptieren und dazu sachlich Stellung zu beziehen. red./jj

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