Jetzt wesentlich unabhängiger

SG Rieschweiler eröffnet Kunstrasenplatz mit Spiel gegen Reno-Betriebsmann

RIESCHWEILER Es ist die größte Investition in der knapp 100-jährigen Vereinsgeschichte der SG Rieschweiler. Der 1921 gegründete Fußballverein hat nach rund drei Monaten Bauzeit seinen Kunstrasenplatz mit dem Verbandspokalspiel gegen den SV Steinwenden eröffnet.

Der Umbau des Hartplatzes in einen Kunstrasen und die neue Flutlichtanlage kosteten den Verein nach Angaben von Tobias Weis rund 550000 Euro. Ein Eröffnungsspiel gegen einen namhaften Gegner oder gar einen Profiverein gibt es zwar nicht, aber am Samstag, 27. Oktober, findet ein Spiel zwischen der SGR-Traditionsmannschaft und der Betriebsmannschaft der Firma Reno statt.

Der Arbeitgeber des am Jahresanfang bei einem Unfall gestorbenen Vorstandsmitglieds und Erst-Mannschaftsspielers Christoph Weis unterstützte den Bau zudem mit einer Spende. Weitere wichtige Säulen bei der Finanzierung des Platzumbaus waren eine Bausteinaktion und verschiedene Zuschüsse. Zusätzlich musste der Verein einen Kredit aufnehmen, aber in finanzielle Bedrängnis komme die SGR durch den Bau des Kunstrasenplatzes nicht, versichert Tobias Weis. Der umgebaute Platz macht den Fußball-Verbandsligisten wesentlich unabhängiger in der Terminplanung und der Ausrichtung von Heimspielen.

Bisher trug die SGR in der Fußball-Verbandsliga ihre Heimspiele auf dem benachbarten Naturrasenplatz aus, der im Besitz der Ortsgemeinde ist. Dort steht aber kein Flutlicht zur Verfügung, so dass Abendspiele nur in der Sommerzeit möglich waren und in den Wintermonaten sorgten von der Gemeinde verhängte Platzsperren oft für Diskussionen über die Bespielbarkeit des Rasens.

Solche Probleme gehören jetzt der Vergangenheit an. Mit dem Flutlicht am Kunstrasenplatz können Spiele auch nach Einbruch der Dunkelheit problemlos zu Ende gespielt werden.

Die Flutlichtanlage war einer der Gründe, warum der Platzumbau, der Mitte April mit einem ersten Arbeitseinsatz vieler Vereinsmitglieder begonnen hatte, etwas länger dauerte als ursprünglich geplant. „Die Fundamente für die Flutlichtmasten auf der Waldseite sollten fünf Meter tief sein“, berichtet Tobias Weis. Wegen des felsigen Untergrundes und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei tiefen Grabungen musste deshalb nach einer Alternativlösung gesucht werden, die laut Weis auch gefunden wurde. red./dos/Kilb

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