„Jetzt tragen Sie Ihren Vornamen zurecht...“

Sänger Siegmund Nimsgern feierte seinen 80. Geburtstag

ST. INGBERT „Und jetzt tragen Sie Ihren Vornamen auch zurecht…“ – mit diesen Worten lobte Paul Lohmann, Gesangspädagoge, Sänger und Musikschriftsteller, seinen Schüler Siegmund Nimsgern, als er 1983 zum ersten Mal den Wotan im „Ring des Nibelungen“ bei den Festspielen in Bayreuth sang.

Denn tatsächlich hatte sich der gesangsbegeisterte Vater von Siegmund Nimsgern bei der Namensgebung an Wagners „Walküre“ und somit am „Ring des Nibelungen“ orientiert. Nicht ahnend, dass sein Sohn Jahre später mit seiner gewaltigen Stimme tatsächlich die Bühnen der Welt erobern würde. Am 14. Januar 1940, in den Wirren des Krieges in St. Wendel geboren, feierte Siegmund Nimsgern seinen 80. Geburtstag mit Familie und Freunden in St. Ingbert. Anwesend war auch Opernsänger Rúni Brattaberg, der derzeit am Staatstheater in Saarbrücken gastiert. „Ich kenne keinen anderen Bass-Bariton-Sänger auf der ganzen Welt, der problemlos ein hohes Gis singen kann“, so Brattaberg voll Hochachtung. Auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer ließ es sich nicht nehmen, dem St. Ingberter Original, der einfach zu allem etwas zu sagen weiß, persönlich zu gratulieren. Denn nicht nur die Musik hat es ihm angetan, sondern auch die Literatur, die Malerei und alles, was zu den schönen Künsten auf dieser Welt zählt. Bretter, die die Welt bedeuten…davon kann er im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied singen. Unglaublich die berühmten Namen der Bühnen rund um den Globus, auf denen er gesungen hat: an der Mailänder Scala, in der Covent Garden Opera in London, an der Metropolitan Opera New York, der Opéra de Paris oder an der Wiener Staatsoper. Und wenn er auch als Wagner-Sänger berühmt wurde, weiß kaum jemand, dass er doch viel mehr Werke von Bach in seinem Leben gesungen hat. Dabei waren dunkle, boshafte Charaktere seine Stärke, ihnen durch seine Stimme Leben einzuhauchen, das verstand er, wie kein anderer. red./jj

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