Jelly Toast: 20 Jahre, fünf Alben

Ein Grund zum Tanzen und Feiern auf der Sommerbühne vorm Soho!

ST. INGBERT Wir schreiben das Jahr 1999. Das Jugendzentrum St. Ingbert feiert das jährliche Weihnachtskonzert. Vier junge Musikanten dürfen nach gerade mal drei gemeinsamen Monaten erstmals ihre Eigenkompositionen einem begeisterten Publikum präsentieren – der Beginn einer fantastischen Geschichte. Aus der anfänglich nur vier Bandmitglieder starken Gruppe wuchs mit der Zeit eine beachtliche Kapelle mit zwischenzeitlich zehn Musikern heran und gleichzeitig erweiterte sich der Musikstil von reinem Rocksteady-Ska hin zu einem Mix aus Ska, Reggae, Latin, Funk und Punkrock. Nach der ersten Demo-CD aus dem Jahr 2000 hörten viele St. Ingberter Jugendliche den Song „Sie tanzt SKA“ auf ihrer Maitour zum Rohrbacher Weiher und bis heute ist dies der Song, der am Ende jedes Konzerts lauthals gefordert wird.

2006 folgte das nächste Album „Wir sind schuld“, die Band hatte ihre Formation für die folgenden zehn Jahre gefunden – zehn Jahre, in denen die sieben Jelly-Toaster etliche Konzerte spielten und bei zahlreichen Bandcontests die ersten Ränge belegten. Dabei beschränkte man sich nicht nur auf Heimspiele, auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und sogar in Berlin und Paris kamen die Songs beim Publikum gut an.

Dabei war es egal, ob es eine 20 -Quadratmeter-Bühne im engen und heißen Pressluftschuppen mit 50 Ska-Punk-Verrückten oder die 120-Quadratmeter-Mega-Stage vor 1500 Open-Air-Besuchern zu bespielen galt – die Band hatte immer die passende Antwort und das Publikum war stets aus dem Häuschen.

Eine Mini-Tour mit gemietetem Bus war dabei, ein Auftritt auf dem Rocco del Schlacko zählt zu den absoluten Highlights, aber auch gemeinsame Gigs mit Größen wie Rise Against, Farin Urlaub, Oli Schulz u.v.m. werden den Bandmitgliedern stets in Erinnerung bleiben.

Im Jahr 2008 folgte mit dem dritten Album „How high is your pile?“ ein Best-Of. Seit dem zehnjährigen Bandjubiläum 2009 zählt zudem die Sommerbühne im St. Ingberter Bermudadreieck zu einem festen Anlaufpunkt für Musikbegeisterte während der warmen Jahreszeit.

„Eskapada“ heißt die vierte Platte, die erstmals nicht im eigenen Proberaum, sondern 2011 professionell in den Rogue-Studios in Furpach aufgenommen wurde.

Die Aufnahmen zum fünften Album wurden über mehrere Monate hinweg von einem Filmteam begleitet – das Resultat, ein mit viel Herz produzierter Dokumentarfilm, der denselben Namen trägt wie das 14 Songs umfassende Album (C‘est à nous) wurde 2017 auf dem Max-Ophüls-Festival uraufgeführt. Doch wie das Leben so spielt, führten Berufseinstiege, Umzüge und Familiengründungen dazu, dass es auch in der Bandbesetzung Änderungen gab und zwei lang gediente Weggefährten allein weiterzogen.

Danach wurde es ruhig um die Band. Umso erfreulicher ist es, dass Jelly Toast sich in diesem Jahr mit neuem Gesicht präsentieren kann und am 17. August auf der Sommerbühne vor dem Kulturbistro Soho das 20-jährige Bühnenjubiläum feiern wird. Gründungsmitglied Marc Wartenphul und die aktuelle Band freuen sich, alle Mitstreiter der vergangenen 20 Jahre am Samstag begrüßen zu können.

Timetable:16 Uhr Beginn

17.30 Uhr Surfing Horses

19 Uhr SkaEinsatzKommando

20.30 Uhr Jelly Toast

22 Uhr Aftershow-Party im Soho.Der Eintritt ist frei. red./jj

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de