Jazz & Talk im Rathaussaal

Das Eva Klesse Quartett spielt auf und stellt sich den Fragen von Peter Kleiß

ILLINGEN In Abstimmung mit Dr. Armin König, dem Leiter des Illinger Kulturamts hat Peter Kleiß die Schlagzeugerin Eva Klesse mit ihrem Quartett für Montag, 18. Februar um 19 Uhr in den Rathaussaal zu Jazz & Talk eingeladen.

Seine Meinung zur der jungen Schlagzeugprofessorin: „Ich habe noch nie eine Frau gesehen, die mit ihrem ganzen Körper Rhythmus ist. Jede ihrer Bewegungen fließt in Klang und Rhythmus, gibt leise, zarte Energie und man sieht zugleich, welche unglaubliche Freude sie dabei hat.“

Seine Kollegen vom Bayerischen Rundfunk urteilten: „Musik, die auf einmal eine andere Welt preisgibt“ und die Zeitschrift „Rondo“: „Klesse hat mit ihrem Quartett zweifellos die perfekten Partner für ihre Philosophie gewonnen“ (Rondo 12/2016). Als „wild, romantisch, elegisch, packend“ beschrieb ein Kritiker der Zeitschrift „JazzThing“ ihre Musik.

Eva Klesse spielt „emanzipiertes Schlagzeug“, das bedeutet, sie ist weit davon entfernt, für den gemeinsamen Rhythmus der Band verantwortlich zu sein. „Das machen die Jungs schon selber, dafür muss ich wirklich nicht mehr sorgen. Meine Rolle ist eine ganz andere“, sagt sie selber.

Sie gibt Energie und dazu muss sie niemals laut werden. Das Fließende ihrer Bewegungen wird sofort auch im Klang hörbar. Und weiter sagt sie: „Unsere Idee ist, konkretere Bilder zu malen. Darüber hinaus geht es darum, eine gewisse Sparsamkeit, eine Ruhe auszuhalten.“

Man kann und darf das als Statement zu einer gesellschaftlichen Entwicklung lesen, in der Lauthälse und ungebremstes Getöse die Oberhand zu erlangen scheinen. Tatsächlich geht es der Band aber vor allem um eine künstlerische Aussage.

Nach Einladungen zu Festivals und internationale Konzertreisen, die die Band bis nach Asien, Mittel- und Südamerika führten, kommt Eva Klesse mit ihren Jungs Evgeny Ring, Alt-Saxofon, Philip Frischkorn, Klavier und Stefan Schönegg, Kontrabass nun zu Jazz & Talk, dem Unterlabel der Illinger Jazz Lounge.

Der Eintritt kostet 9 Euro. Tickets sind unter anderem im Kulturamt erhältlich. red./eck

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