Ja zum Lisdorfer Berg

Saarlouis. Aktuell befinden sich die traditionellen Industrieunternehmen, die den Landkreis Saarlouis geprägt und vorangetrieben haben, im Umbruch und müssen sich an die globalen Entwicklungen anpassen. Das betrifft vor allem die Automotiv- und Stahlbranche und das hat durchaus spürbare Auswirkungen auf die Menschen im Landkreis Saarlouis. Mit dem Lisdorfer Berg wurde bereits vor Jahren der erste Grundstein gelegt, um diese Folgen für die Menschen und die Arbeitswelt in und um die Kreis- und Europastadt Saarlouis aufzufangen. Der Lisdorfer Berg besitzt optimale Standortbedingungen, schon jetzt sind alle Gewerbeflächen vergeben. Diese erfolgreiche Bilanz soll durch die Erweiterung des Lisdorfer Berges fortgeschrieben werden.

„Ideen brauchen geeignete Flächen. Wir haben bereits jetzt nicht genügend Flächenangebote für Neuansiedlungen im Landkreis. Wenn wir Investoren für neue innovative Projekte gewinnen wollen - dann müssen wir ihnen jetzt Angebote machen die, realisierbar sind“, untermauert Jürgen Pohl, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung untere Saar, die Erweiterung des Lisdorfer Berges.

Mit der Frage der zeitnahen Realisierbarkeit eines neuen Wirtschaftsstandortes spielt Jürgen Pohl auf das ehemalige Kraftwerksgelände in Ensdorf an, das immer wieder von den Gegnern als angebliche Alternative zum Lisdorfer Berg ins Spiel gebracht wird. „Allerdings steht das ehemalige Kraftwerkgelände aktuell nicht zur Verfügung und wäre bestenfalls erst in 8 bis 10 Jahren in einem Zustand, der für potenzielle Investoren interessant ist! Deshalb seht die WFUS für eine umwelt- und sozialverträgliche Erweiterung des Lisdorfer Berges und sagt Ja zum Lisdorfer Berg“, erklärt Jürgen Pohl.

Gelinge es nicht, neue Industrieflächen in der Region Rund um Saarlouis zu schaffen, werde es in Zukunft schwer, neue Unternehmen für den Industrielandkreis zu gewinnen. So verspiele man die Gelegenheit, sich gegenüber anderen Industrieregionen zu profilieren, mit denen man im Wettbewerb um innovative Ansiedlungen steht.

Mit der Einwohnerbefragung zum Lisdorfer Berg werden die Weichen nicht nur für die Stadt Saarlouis und ihre Menschen, sondern für die gesamte Region gestellt, die jetzt konkrete und realistische Perspektiven braucht. Deshalb bitte Landrat Patrik Lauer: „Liebe Saarlouiserinnen und Saarlouiser, sorgen Sie dafür, dass junge Menschen hier ihre Zukunft sehen dürfen, dass innovative Unternehmen die für gute Arbeit und hohes Umweltbewusstsein stehen, sich bei uns ansiedeln und der Landkreis ein starkes wirtschaftliches Zentrum bleibt. Machen Sie mit bei der Einwohnerbefragung und sagen Sie Ja zum Lisdorfer Berg, damit wir dort die Arbeits- und Ausbildungsplätze für morgen schaffen können.“ red./jb

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