Itzenplitzer Weiher kein Badesee

Das Baden im See ist strengstens verboten

SCHIFFWEILER So belebend ein kühles Bad auch sein kann, in der Natur lauern erhebliche Gefahren. Abrutschende Ufer, steile Abbruchkanten, Schlingpflanzen, trübes und undurchsichtiges Wasser, schlammiger Grund, geringe Wassertiefe. Immer wieder kommt es zu folgenschweren Badeunfällen.

Auch am Itzenplitzer Weiher in Heiligenwald gibt es erhebliche Gefahrenquellen. Es gibt keine Badeaufsicht, keine Sicherungen und die DLRG ist auch nicht vor Ort. Nicht umsonst hat Bürgermeister Markus Fuchs den Weiher mit einem Badeverbot versehen.

Aber nicht nur die Unfallgefahren, die an erster Stelle stehen, verbieten das Baden in einem ungesicherten Weiher. Ein Badesee ist erst dann ein Badesee, wenn zusätzlich zu einer Badeaufsicht die Wasserqualität überwacht wird, wenn der Grund auf etwaige Gefahrenquellen (Glasscherben, Metall, etc.) untersucht wird, WC- Anlagen vorhanden sind und noch einiges mehr. Diese Grundvoraussetzungen sind am Itzenplitzer Weiher nicht gegeben.

Auch möchte die Verwaltung darauf hinweisen, dass das Badeverbot dem Schutz von Erholungs-, Regenerations- und Schutzraum für Mensch, Tier und Umwelt dient. Die Waldwege und auch die Badeinsel werden „vermüllt“, die Tiere kommen nachts, wenn alles wieder still und leise ist und fressen die Hinterlassenschaften der Menschen und werden krank.

Die Corona-Regeln gelten

Die Situation, dass in diesem Jahr das Freibad Landsweiler-Reden aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleibt und man sich bei Hitze ein kühles und nasses Plätzchen sucht, ist absolut verständlich aber es soll dringlich darauf hinweisen werden, dass der Itzenplitzer Weiher kein Badesee ist und dass das Baden strengstens verboten ist.

Die Mindestabstandsregeln und das Ansammlungsverbot der Corona-Pandemie Verordnung gelten immer noch und dürfen nicht verletzt werden.

Wer baden möchte, kann die ausgeschriebenen und geöffneten Badeseen wie den Bostalsee sowie die geöffneten Freibäder (Neunkirchen, Wiebelskirchen, Illingen) nutzen.

Das Ordnungsamt, sowie die Polizei werden in den nächsten Wochen vermehrte Kontrollgänge machen und wenn nötig Platzverweise verteilen.

red./eck

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