Inverse Schulterprothese

Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkverschleiß im Bereich der Schulter

OTTWEILER Am Mittwoch, 11. März, 18 Uhr referiert Dr. Ralph Dubitscher, Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie über die Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkverschleiß der Schulter.

Die Schulter ist ein kompliziert aufgebautes, muskulär geführtes Kugelgelenk, das von allen Gelenken des Körpers den größten Bewegungsumfang hat und daher besonders anfällig für Verletzungen ist.

Diese Verletzungen können altersbedingt auftreten (Verschleiß) oder durch (Sport-) Unfälle entstehen. Ein großer Defekt in den Sehnen der tiefen Schultermuskulatur, der sogenannten Rotatorenmanschette, sind beispielsweise nicht zu reparierende Sehnenrisse.

Häufig kommen weitere Verschleißerscheinungen, Arthrosen sowie ein Hochstand des Gelenkkopfes hinzu. Diese führen zu starken Ruhe-, Nacht- und Belastungsschmerzen sowie Bewegungseinschränkungen. In diesen Fällen sollte über eine inverse Schulterprothese nachgedacht werden.

Bei der inversen Schulterprothese werden Kopf und Pfanne quasi getauscht, wodurch letztendlich das Drehzentrum des Gelenkes verlagert wird und die Kraftübertragung nicht mehr über die Rotatorenmanschette, sondern fast ausschließlich über andere Schultermuskeln erfolgt.

Wann der richtige Zeitpunkt für diese Art der Schulterprothese ist, müssen Arzt und Patient gemeinsam entscheiden. Wichtig sind neben den medizinischen Aspekten vor allem die Lebensqualität des Patienten und das Ausmaß der Arthrose.

Dr. Dubitscher ist einer der Hauptoperateure des zertifizierten Endoprothetikzentrums der Marienhausklinik Ottweiler. Er wird im Anschluss an den kostenlosen Vortrag die Fragen der Zuhörer beantworten.

Die Veranstaltung findet in der Aula der Marienhausklinik Ottweiler statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

red./eck

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