Interkommunale Zusammenarbeit

Verträge mit St. Wendel, Oberthal und Friedrichsthal unterzeichnet

NEUNKIRCHEN Im Rathaus der Stadt Neunkirchen haben Oberbürgermeister Jürgen Fried, Bürgermeister Peter Klär (St. Wendel), Bürgermeister Stephan Rausch (Oberthal) und Bürgermeister Rolf Schultheis (Friedrichsthal) einen Vertrag über die interkommunale Zusammenarbeit unterzeichnet.

Bereits 2015 wurde in Neunkirchen ein elektronisches Gemeindeinformationssystem eingeführt. Diesem System und dem Hosting der zugehörigen Programme des Neunkircher Rechenzentrums haben sich bereits 2016 sechs Kommunen angeschlossen, namentlich Spiesen-Elversberg, Schiffweiler, Merchweiler, Eppelborn und Nohfelden.

Nach den Kommunalwahlen 2019 wollen nun auch St. Wendel, Oberthal und Friedrichsthal das Neunkircher Rechenzentrum nutzen.

Im Saarland gäbe es zurzeit bereits 250 Kooperationsprojekte, führte Oberbürgermeister Fried aus. Es habe sich aber herausgestellt, dass die großen finanziellen Einsparungen, die man sich davon versprochen habe, nicht eingetreten seien. Allerdings führe die Zusammenarbeit zu einer Steigerung der Effizienz der Verwaltungen. Besonders dort, wo wenige Kommunen in räumlicher Nähe zusammenarbeiten, sei dieser Effekt spürbar, so der OB.

Das speziell in diesem Fall genutzte Ratsinformationssystem beinhaltet Funktionen wie die Verwaltung der Stammdaten der Mandatsträger, die Erstellung von Sitzungsvorlagen inklusive der Nachbereitung, Abrechnung der Sitzungsgelder und eine elektronische Einladung zu den jeweiligen Sitzungen. Zu diesem Zweck werden die Ratsmitglieder mit Tablets ausgestattet.

„Es ist wichtig, dass wir einen Partner haben, auf den wir uns verlassen können, geht es doch dabei um sehr sensible Daten“, bemerkte St. Wendels Bürgermeister Klär. Als nächster Schritt sollen auch die Ortsräte mit der modernen papierlosen Technik ausgestattet werden.

Die Funktionalität sei das, was in einer kleinen Kommune wie Oberthal im Vordergrund stünde, betonte Bürgermeister Rausch. Daher sei bisher auch schon die Zusammenarbeit mit der Stadt St. Wendel zielführend gewesen. Er sei froh, dass man den Schritt nun über die Kreisgrenze hinaus gehen könne und die interkommunale Zusammenarbeit ausweiten könne.

Kontaktpunkte zu bündeln und effizienter zu gestalten, dies ist auch nach der Einschätzung von Bürgermeister Schultheis der größte Effekt interkommunaler Zusammenarbeit. Neunkirchen habe mit seinem Konzept auf ganzer Linie überzeugt und so sei diese Vertragsunterzeichnung nur der konsequente Schritt. jam

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