Infiziert: Männerschnupfen!

Tanzgarde aus Steinbach tanzt vor 1

STEINBACH Die bundesweit besten Karnevalsvereine traten bei den Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in Halle an der Saale an. Vergleichbar ist das Ganze wie das Aufeinandertreffen der Fußball-Bundesliga Mannschaften.

Im Saarland konnte sich für die Disziplin Schautanz in der Altersklasse Ü15 nur die Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiß“ Steinbach in vorangegangenen Turnieren qualifizieren. Mit über 40 Tänzerinnen und Tänzern und vielen Fans im Gepäck trat die Mannschaft am vergangenen Wochenende die weite Reise an. „Unser Sport ist wenig populär und wird auch oft belächelt, was ungerechtfertigt ist. Neben Wertungskriterien wie Schritt- und Bewegungsvielfalt, Präsentation, Ausführung und Choreografie ist die Kreativität ein wichtiger Teil. Bei wenigen Sportarten werden so hohe Ansprüche gestellt“, betont Trainer Jan Schmitt.

Mit Startnummer 14 von 16 gingen die Tänzerinnen und Tänzer als Hausfrauen und Viren hochmotiviert auf die Bühne und zeigten es dem „Männerschnupfen“ mal so richtig. „Es ist ein einmaliges Erlebnis vor 10000 Zuschauern zu tanzen und diese zu begeistern“, so Sabrina Schmitt, Co-Trainerin der Ü15. Tosender Applaus und laute Lacher während des Tanzes, Standig Ovations nach dem Tanz. Ein ungewöhnliches Bild bei einem solchen Turnier. Dies belohnten die Juroren mit 455 Punkten und einem grandiosen, unerwartetem 8. Platz. Solch eine gute Platzierung einer saarländischen Gruppe bei einer Deutschen Meisterschaft wurde zuletzt in der Session 2008/09 erreicht – auch von der Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiß“ Steinbach.

Das Ziel der Gruppe für kommende Session ist die Verteidigung des Saarlandmeistertitels, aber vor allem, den Spaß am Tanzen an das Publikum weiterzugeben.

Aufwendige Kostüme, die Fahrt zu den Turnieren und die Weiterbildung der Trainer ist kostenintensiv. Daher ist die Karnevalsgesellschaft auf Sponsoren angewiesen. Gerne können sich interessierte melden unter sponsoring@karnevalsgesellschaft-steinbach.de.red./mk

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