IG zum Erhalt des Gemeindehauses gegründet

Das evangelische

BERSCHWEILER Die Zukunft der evangelischen Kirche und des Gemeindehauses in Berschweiler wird seit einigen Monaten im kleinsten Marpinger Ortsteil intensiv diskutiert. Für das 1953 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Ensemble – bestehend aus Kirche mit Gemeinschaftsräumen und angebautem Schwesternhaus – wird ein Käufer gesucht. Der Eigentümer des Gebäudes, die evangelischen Kirchengemeinde Dirmingen, hat das Objekt der Gemeinde Marpingen zum Kauf angeboten.

Auf einer kürzlich zur Zukunft des Gebäudes einberufenen Bürgerversammlung wurde deutlich, dass der Erwerb des Gemeindehauses durch die Gemeinde von vielen Berschweiler Einwohnern als wichtige Voraussetzung und auch als Chance für die weitere Entwicklung des Ortes erachtet wird.

Wie vereinbart wurde wenig später erneut eingeladen, um über die Zukunft des Gebäudes und dessen mögliche Verwendung zu diskutieren. Schnell einigten sich die Anwesenden – bestehend aus Einheimischen, Vertretern örtlicher Vereine und des Berschweiler Ortsrates – auf das weitere Vorgehen und einen gemeinsamen Fahrplan.

Die „Interessengemeinschaft evangelisches Gemeindehaus Berschweiler“ wurde ins Leben gerufen. Diese wird sich nun mit den Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes befassen und ein Gesamtkonzept erarbeiten. „Die Interessengemeinschaft versteht sich als für jedermann offener, überparteilich und überkonfessionell handelnder Zusammenschluss Berschweiler Bürger und Vereinsvertreter, die Vorschläge und Anregungen für den Aus- und Umbau und die Nutzung des Hauses erarbeiten wird“, heisst es in einer Mitteilung.

Darüber hinaus wollen die Verantwortlichen auch Vorschläge für den späteren Betrieb und die Bewirtschaftung des Objektes machen, hierzu gibt es Überlegungen zur Gründung eines gemeinnützigen Vereines.

Nach Angaben der Interessengemeinschaft soll das evangelische Gemeindehaus zunächst auch weiterhin für das kirchliche Leben und hier auszurichtende Gottesdienste zur Verfügung stehen. Aber auch kulturelle Angebote wie Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Kleinkunstabende oder auch Sitzungen und Vereinsversammlungen sollen hier stattfinden. Darüber hinaus ist daran gedacht, geschichtsträchtige Belege und Zeugnisse über Berschweiler in diesem Gebäude zusammenzuführen. Derartige historische Akten befinden sich momentan noch dezentral in mehreren Privatarchiven und beim örtlichen Heimat- und Verkehrsverein.

Schließlich soll das Haus auch Anlauf- und Verteilerstelle für eine Nahversorgung der Berschweiler Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfes werden.

„Mit dem Erwerb des evangelischen Gemeindehauses werden die örtlichen strukturellen Defizite beseitigt und das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Ort gestärkt. Neben der hierdurch gesicherten Nutzung der evangelischen Kirche sollen umfangreiche Angebote für alle Altersschichten offeriert werden, um Berschweiler weiter lebendig zu halten“, teilt die Interessengemeinschaft abschließend mit. red./hr

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