Horst Lehr verstärkt den KSV Köllerbach

21-jähriger Spitzenathlet wechselt vom SRC Viernheim ins Saarland

KÖLLERBACH Beim deutschen Ringer-Mannschaftsvizemeister KSV Köllerbach herrschen eitel Freud‘ und Sonnenschein. Der Grund liegt klar auf der Hand, denn dem saarländischen Bundesligisten ging jetzt ein ganz dicker Fisch ins Netz.

KSV-Vorsitzender Hilmar Rehlinger und KSV-Teamleiter Thomas Geid gelang es, mit dem deutschen Freistil-Ass Horst Lehr einen echten Top-Ringer für die Saarländer unter Vertrag zu nehmen. Dass dem KSV Köllerbach der fast schon sensationelle Fischzug gelang, liegt zunächst einmal darin begründet, dass Horst Lehrs Bundesligist SRC Viernheim seine Mannschaft aus der Bel Etage des Ringens zurückgezogen hat. Kaum war diese Entscheidung der Viernheimer gefallen, bekam Horst Lehr als momentan bester deutscher Freistil-Ringer (Klasse bis 57 kg) Angebote aus ganz Deutschland.

Doch der 21 Jahre Spitzenathlet entschied sich letztlich nach intensiven Gesprächen mit den KSV-Verantwortlichen für den amtierenden Vizemeister. Und darüber ist Köllerbachs Oberkommissar und Teamleiter Thomas Geid natürlich stolz und glücklich: „Horst hat sich letztlich für uns entschieden, weil ihn unser sportliches Gesamtkonzept überzeugt hat. Aber ansonsten freut sich der gebürtige Ludwigshafener auch auf seine neuen Mannschaftskameraden, die er natürlich allesamt sehr gut kennt und mit denen er eine erfolgreiche Saison 2020/21 bestreiten möchte.“ Thomas Geid wird seinen neuen Schützling beim KSV in den Gewichtsklassen 57 und 61 kg zum Einsatz bringen.

Horst Lehr, der am 6. Dezember 1999 in Ludwigshafen am Rhein das Licht der Welt erblickte, machte zuletzt im Februar 2020 bei den Freistil-Europameisterschaften in Rom von sich reden. Hier musste sich das deutsche Kraftpaket nur dem späteren Europameister Tuskaev geschlagen geben. Unter dem Strich erkämpfte sich der mächtig auftrumpfende Freistil-Spezialist in der „Ewigen Stadt“ eine vom DRB viel umjubelte Bronzemedaille.

Bei der EM in Rom überraschte Horst Lehr gleich von Beginn an einige europäische Spitzenringer. So schaltete er zunächst im Achtelfinale den U 23-Europameister Markovic (Ukraine) aus. Im Viertelfinale gewann er danach gegen den Aserbaidschaner Khasalov. Im kleinen Finale traf Lehr auf den mehrfachen bulgarischen Medaillengewinner Georgi Vangelov. Auch hier zeigte der Deutsche einen ganz großen Kampf und brillierte mit seiner hohen Freistil-Kunst. Nach sechs Minuten setzte sich der junge Ringer aus Rheinland-Pfalz schließlich mit 6:3 durch und feierte damit seine erste Medaille im Seniorenbereich.

Schon 2019 hatte das Freistil-Ass Horst Lehr auf sich aufmerksam gemacht, als er als dritter Militärweltmeister nach Hause zurückkehrte. Der ehrgeizige DRB-Athlet entzauberte bei den Militär-Weltspielen in Wuhan (China) in der Klasse bis 57 kg den amtierenden U 23-Europameister und Ex-Köllerbacher Andrey Yatsenko (Ukraine) mit 15:6 und sicherte sich mit diesem Erfolg das Edelmetall Bronze.red./tt

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