Hoffnung auf einen Zweitligisten

Friedrichsthal gewinnt in der ersten Runde im Süddeutschen Pokal gegen Ludwigshafen

FRIEDRICHSTHAL Die Ausgangssituation vor der ersten Runde im süddeutschen Pokal war aus Friedrichsthaler Sicht alles andere als optimal. Nicht nur, dass die Stammspieler Maximilian Simonett, Pascal Hinz und Tobias Bauer aufgrund anderer Regularien im Gegensatz zur Oberliga nicht spielberechtigt waren, es fehlten auch nach einigen Absagen die Wechseloptionen auf der Bank.

Doch auch der gastgebende WSV Ludwigshafen II konnte aufgrund zweier Zweitligaspiele nicht aus dem Vollen schöpfen. So standen nur Torhüter Tom Sieger und zwei Jugendspieler aus dem Zweitligakader den Friedrichsthalern in der Pokalpartie gegenüber. Gegen die jungen und mit 13 Mann numerisch voll besetzten sowie schwimmstarken Ludwigshafener galt es für den SVF taktisch diszipliniert und clever zu spielen, um unnötigen schwimmerischen Kraftaufwand zu vermeiden und über überlegtes Positions- und Überzahlspiel zu Torerfolgen zu kommen.

Gerade in der Rückwärtsbewegung ging diese Taktik voll auf: Ludwigshafen kam kaum zu Chancen und Friedrichsthal konnte mit 1:0 in Führung gehen. Allerdings gelang es zunächst aufgrund mangelnder Chancenverwertung nicht, davon zu ziehen. Nach zwei Toren von Yannis Künstle per Strafwurf und in Überzahl führten die Gäste zur ersten Pause mit 3:2, hatten aber dabei drei Überzahlspiele vergeben. Im nächsten Versuch gelang dies erneut durch Yannis Künstle besser und Friedrichsthal führte erstmals mit zwei Toren. Zur Halbzeit war man nach guter Abwehrleistung und starken Paraden von Manuel Christmann auf drei Tore davon gezogen, hatte aber nach drei Ausschlüssen gegen Rüdiger Schmadel nur noch zwei Auswechselspieler. Davon ließen sich die SVFler jedoch nicht beirren, spielten ruhig weiter und setzten sich vor allem durch einen Doppelpack von Thomas Pink zwischenzeitlich auf 8:4 ab. Im letzten Viertel gelang es, – hier gerade durch den schwimmstarken Stefan Schmidt – die bisher gezeigte Leistung fortzuführen und sich um zwei Tore weiter auf 10:5 abzusetzen.

Durch eine taktisch hervorragende Leistung konnte Friedrichsthal somit über das gesamte Spiel hinweg überzeugen und schlussendlich ungefährdet gewinnen. Nun hofft der SVF in der zweiten Runde auf einen Zweitligisten, da mit Wiesbaden und Heilbronn nur noch zwei Oberligisten im Wettbewerb sind, die jedoch in der gegenwärtigen Runde gegeneinander antreten. In der Partie gegen einen höherklassigen Verein hätte Friedrichsthal dann Heimrecht.red./jb

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