Höhere Priorisierung von Krebsbetroffenen

Saarländische Krebsgesellschaft informiert über das weitere Vorgehen

Saarbrücken. Die aktualisierte Fassung der Verordnung zur COVID-19-Schutzimpfung vom 8. Februar sieht einige Änderungen vor – unter anderem bei der Einstufung der Bevölkerung in die drei Impfgruppen. So sollen Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten nun mit höherer Priorität geimpft werden.

„Die Saarländische Krebsgesellschaft begrüßt die Anpassung und die damit verbundene höhere Impfpriorisierung von Krebspatientinnen und -patienten ausdrücklich“, so der 1. Vorsitzende Dr. Steffen Wagner. „Menschen mit einer Krebserkrankung haben ein erhöhtes Risiko, sehr schwer an COVID-19 zu erkranken. Für unsere Patienten ist die damit geschaffene Aussicht auf eine raschere Schutzimpfung enorm wichtig.“

Mit der neuen Fassung der Impfverordnung haben Menschen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen unabhängig vom Alter nun Anspruch auf eine Impfung in der zweiten Impfwelle. Dies gilt auch für Betroffene bis zu fünf Jahre nach der Erkrankung und bis zu maximal zwei Angehörige. Falls die Krebserkrankung länger als fünf Jahre zurückliegt, ist eine bevorzugte Impfung in der dritten Impfwelle möglich.

Um den Anspruch auf eine Impfung geltend zu machen, benötigen die Berechtigten ein ärztliches Attest oder die Bescheinigung des behandelnden Krankenhauses. Erst dann können entsprechende Atteste ausgestellt werden.

Dr. Steffen Wagner betont: „Wichtig ist, dass die Bescheinigung stets auf Grundlage einer entsprechenden individuellen Beratung durch den behandelnden Arzt ausgestellt wird. Krebsbetroffene sollten sich dazu unbedingt mit ihrem Onkologen, Arzt in der Klinik oder Hausarzt in Verbindung setzen. Er kennt ihren Krankheitsverlauf und kann klare Empfehlungen aussprechen.“

Denn nicht in allen Fällen, z.B. während einer laufenden Krebsbehandlung, ist eine sofortige Impfung indiziert. In manchen Fällen nimmt der Impfschutz z.B. auch durch eine onkologische Therapiemaßnahme ab und müsste danach aufgefrischt werden.

Die Saarländische Krebsgesellschaft kann sowohl von Betroffenen als auch von medizinischen Einrichtungen im Falle auftretender Fragen jederzeit kontaktiert werden und steht mit ihrem interdisziplinären Experten-Netzwerk gerne beratend zur Seite.

Weitere Informationen unter Tel. (0681) 3 09 88-100 oder E-Mail info@krebsgesellschaft-saar.de.red./tt

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