Hochwasser- und Starkregenvorsorge

Riegelsberg stellt sich den Herausforderungen durch extreme Wetterereignisse

RIEGELSBERG Das Jahr 2018 hat im Saarland hohe Schäden durch außergewöhnliche Starkregenereignisse erfahren. Durch Überflutungen infolge von Starkregen kam es zu teils erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Viele saarländische Städte und Gemeinden mussten im vergangenen Jahr erleben, was es bedeutet, durch extreme Niederschläge innerhalb kürzester Zeit massiv überflutet zu werden.

Während sich im Herbst und Winter die Hochwasser länger ankündigen, sind Sturzfluten durch Gewitterregen räumlich und zeitlich kaum vorhersagbar. Es kann praktisch den einen Ortsteil sintflutartig treffen und in einem anderen fallen nur ein paar Tropfen. Aufgrund des prognostizierten Klimawandels ist künftig vermehrt mit Wetterextremen zu rechnen.

Schon 2018 Studie zur Starkregengefährdung

Die Gemeinde Riegelsberg hat daher bereits im Jahr 2018 eine Studie zur Starkregengefährdung mit finanzieller Förderung des Umweltministeriums erstellen lassen und Gefahrenbereiche im Gemeindegebiet lokalisiert und erste technische Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Die Starkregengefahrenkarten sind auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

Vielzahl von Maßnahmen zur Vorsorge notwendig

Neben den technischen Schutzmaßnahmen ist auch eine Vielzahl anderer Vorsorgemaßnahmen erforderlich. Das reicht von der Optimierung der Gefahrenabwehr über Information und Eigenvorsorge der Bevölkerung und richtiges Verhalten, wenn die Sturzfluten kommen, bis hin zu Maßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft.

Eine Schlüsselrolle spielen dabei auch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die dazu aufgerufen werden, sich aktiv an der Erstellung des angekündigten Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzeptes in diesem Jahr zu beteiligen. Zu dem genannten Vorsorgekonzept wurden bereits erste Gespräche mit dem Umweltministerium und dem Internationalen Betreuungszentrum für Hochwasserpartnerschaften geführt.

Hochwasserpartnerschaft „Mittlere Saar“

Bürgermeister Häusle ist seit Januar 2019 Vorsitzender und Moderator der Hochwasserpartnerschaft „Mittlere Saar“. Im Januar wurde zum 12. Workshop der Hochwasserpartnerschaft „Mittlere Saar“ ins Riegelsberger Rathaus mit dem Thema „Starkregenvorsorge im Saarland“ eingeladen. In dem Workshop wurde über die Durchführung und Förderung örtlicher Vorsorgekonzepte auf kommunaler Ebene beraten.

Häusle beabsichtigt, Püttlingen und Heusweiler mittelfristig von einer interkommunalen Kooperation zu überzeugen, um sich gemeinsam den Herausforderungen durch ex­treme Starkregen und Hochwasser zu stellen. „Wir wollen jedoch in Riegelsberg noch in diesem Jahr loslegen, um das Hochwasserrisiko zu minimieren“, so Bürgermeister Klaus Häusle.red./tt

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