Hochkarätiger Konzertabend

SAP-Sinfonieorchester musiziert zugunsten des Fördervereins Hospiz Haus Magdalena

PIRMASENS Das Sinfonieorchester des Softwarekonzerns SAP stellt sich einmal mehr in den Dienst der guten Sache: Zusammen mit dem preisgekrönten Pianisten Kai Adomeit gibt das Ensemble am Samstag, 2. Februar, ein Benefizkonzert in der Pirmasenser Festhalle. Der Reinerlös kommt dem Förderverein Hospiz Haus Magdalena zugute.

Das Pirmasenser Publikum darf sich auf einen hochkarätigen Konzertabend freuen, der unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis steht. Klangerlebnisse von herausragender Qualität – diesem Anspruch hat sich das SAP-Sinfonieorchester verschrieben.

Der Klangkörper ist die kulturelle Repräsentanz der Softwareschmiede SAP SE mit Sitz in Walldorf. Die bis zu 90 Musiker setzen sich aus Mitarbeitern, deren Angehören und Freunden sowie weiteren Musikern der Region Rhein-Main-Neckar zusammen. Eine weitere Besonderheit: Sämtliche Auftritte sind als Benefizkonzerte konzipiert, deren Einnahmen vollumfänglich gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt werden. Die musikalische Leitung des Abends liegt in Händen von Chefdirigentin Johanna Weitkampf. Die Informatikerin hatte das SAP-Sinfonieorchester ins Leben gerufen.

Den Auftakt zu dem abwechslungsreichen Programm setzt die Ouvertüre „In the Highlands“, die aus der Feder des in Kopenhagen geborenen Komponisten Niels Wilhelm Gade (1817-1890) stammt. Das Werk steht im Licht der schottischen Dichtung über die nordische Mythologie. Gades Musik ist ebenso von Folklore inspiriert und prägt damit die national orientierte Symphonik entscheidend.

Vor der Pause erklingt Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 5. Als Solisten konnten die Macher den Pianisten Kai Adomeit (50) gewinnen. Er steht damit in einer Reihe hochrangiger Gäste, die bereits mit dem SAP-Sinfonieorchester musiziert haben, darunter Tenor und Weltstar Rolando Villazón oder der Ausnahmecellisten Johann Aparicio-Bohórquez. Kai Adomeit ist ein gefragter Kammer- und Filmmusiker, der als ungewöhnliche Persönlichkeit der Musikszene gilt.

Beethovens fünftes Klavierkonzert entstand zwischen 1808 und 1809. Frankreich hatte zu dieser Zeit Österreich den Krieg erklärt und Napoleons Truppen besetzten die österreichische Hauptstadt. Trotz der bedrohlichen Situation erklingt Beethovens Klavierkonzert in der festlichen Tonart Es-Dur. Doch trotz seines Beinamens „Emperor“ ist das Konzert kein heroisches, sondern ein strahlendes Werk, das prunkvolle Klangsäulen, festliche Akkordgebilde und brillante Figuren gegen die Bedrohung aufbaut.

Der zweite Teil des Abends widmet sich dem Schaffen von Johannes Brahms (1833-1897). Im Mittelpunkt steht die Sinfonie Nr1 c-moll, op.68, die als „verschleierte Sinfonien“ Eingang in die Musikliteratur fand. Brahms war jedoch sehr selbstkritisch und meinte, an die Sinfonien Beethovens könne ohnehin keiner herankommen. Nur zögerlich wagte er sich an die Komposition einer Sinfonie. So brauchte er für deren Fertigstellung mehrere Anläufe und insgesamt über 14 Jahre.

Programm

Niels Wilhelm Gade (1817 – 1890): Ouvertüre „In the Highlands“ op.7

Ludwig van Beethoven (1770 -1827): Klavierkonzert Nr.5 op. 73 in Es-Dur

Solist: Kai Adomeit

Pause

Johannes Brahms (1833 – 1897): Sinfonie Nr. 1 c-moll, op. 68

I. Un poco sostenuto – Allegro – Meno Allegro

II. Andante sostenuto

III. Un poco Allegretto e grazioso

IV. Adagio – Più Andante – Allegro non troppo, ma con brio – Più Allegro

Musikalische Leitung: Johanna Weitkamp.

Das Benefizkonzert beginnt um 19 Uhr. Eintrittskarten zu Preisen zwischen 11 und 22 Euro sind im Vorverkauf beim Kulturamt im Rathaus am Exerzierplatz erhältlich, Tel. (06331) 842352, E-Mail kartenverkauf@pirmasens.de. Die Abendkasse ist ab 18 Uhr geöffnet.

Haus Magdalena

Das Haus Magdalena ist ein stationäres Hospiz des Diakonie Zentrums Pirmasens, einer kirchlichen Einrichtung innerhalb des Patio-Gebietes im Winzler Viertel, die allen Menschen offen steht.

Seit 2009 hilft das Hospiz unheilbar kranken Menschen würdevoll aus dem Leben zu scheiden. Betroffene und ihre Angehörigen werden hier in der letzten Phase des Lebens ganzheitlich betreut. Derzeit stehen im Haus Magdalena sechs stationäre Betten zur Verfügung. Da die Nachfrage größer ist als das derzeitige Angebot, beabsichtigt das Diakonie Zentrum die Kapazitäten mit einem Neubau zu verdoppeln.

Die Hospiz-Erweiterung kostet rund 2,9 Millionen Euro. Davon müssen 900000 Euro über Spendenmittel aufgebracht werden. Deshalb unterstützt der Förderverein Hospiz Haus Magdalena das Vorhaben ideell wie finanziell. red./dos

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