Hitze und Kälte bleiben zukünftig draußen

22 hocheffiziente Fenster wurden an der Pestalozzischule eingebaut

ROHRBACH Zu Beginn des Schuljahres 2006/07 war im Saarland Schluss. Ab diesem Zeitpunkt konnten sich die Schulkinder nicht mehr darauf freuen, dass sie bei großer Hitze am Vormittag nach der vierten Unterrichtsstunde nach Hause geschickt wurden. Es sollte – auch auf Wunsch vieler Eltern, wie es damals hieß – eine verlässliche Unterrichtszeit geschaffen werden. Davor hatten die Schulen beste Chancen auf hitzefrei, deren Klassenräume nach Süden lagen und bereits am Morgen die volle Sonnenkraft erhielten. Jetzt aber musste dafür gesorgt werden, dass die Hitze über die volle Distanz verkraftet werden konnte. Einfallsreichtum war gefragt. Auch an der Pestalozzischule in Rohrbach. Da halfen die langen Vorhänge aus dickem Leinen an den Fenstern wenig. War die Hitze erst im Saal, blieb sie.

Schallschutz inklusive

Einen großen effizienten Schritt zur Wärme- aber auch Kältedämmung ließ sich die Stadtverwaltung jetzt rund 189000 Euro kosten, komplett mit allen Leistungen. Projektleiter Michael Fickinger, Architekt und für die Planung und Ausführung zuständig, erläuterte vor Ort die Maßnahme. Ursprünglich sollten nur neue Fenster an der Südseite und an einem Klassenraum, der an der Ecke zur Hochstraße und Pestalozzistraße hin liegt, eingebaut werden. Bei den Überlegungen wollte man jedoch den Aspekt einer sehr guten Dämmung nicht außer Acht lassen und entschied sich für eine Variante, die dem am nächsten kommt. Die neuen 22 Fenster bestehen aus einer Doppelscheibe innen und einer weiteren außen. Der Clou: Zwischen den beiden Elementen ist ein Rollo eingebaut, das mit einem Sender in verschiedene Stellungen gebracht werden kann, einzeln oder für alle Fenster des Klassenraumes steuerbar.

Einen zusätzlichen positiven Effekt führte Alex Beck, Leiter der Abteilung Gebäudemanagement und zuständig für alle städtischen Gebäude, den Ausführungen hinzu: den guten Schallschutz. Und, man habe mit der ausführenden Firma besonders gut zusammenarbeiten können und die habe top termingerecht geliefert. „Es ist viel passiert in den letzten Jahren an der Schule, der ältesten mit „Betrieb“ in Rohrbach“, stellte Ortsvorsteher Roland Weber heraus, vergaß dabei nicht, den seit den Osterferien nutzbaren zweiten Übergang über die Pestalozzi-straße zu erwähnen oder die Bereitstellung eines Parkplatzes für die Lehrkräfte gegenüber der Schule an der Ecke Pestalozzistraße/Hochstraße, der ab 15 Uhr auch von der Bevölkerung genutzt werden könne. Der Parkplatz biete jedoch immer noch nicht genügend Fläche, warf Schulleiterin Nadine Backes ein, um den zwischen der Pestalozzischule hier und der Dependance in Hassel schnell wechselnden Lehrpersonen rasch einen Parkplatz bieten zu können. Den Austausch der Fenster nannte sie eine wichtige Investition. An der Idee, einen weiteren Zebrastreifen über die Hochstraße vom Schulhof aus einzurichten, halte man immer noch fest.

Oberbürgermeister Ulli Meyer lobte, dass die Maßnahme trotz Corona ohne Zeitverzögerung über die Bühne gegangen sei – eine gute Entwicklung für den Schulstandort. Jetzt werde man für die Fenster und die damit verbundene energetische Situation noch eine Förderung beim Wirtschaftsministerium beantragen. all

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