Hilfe für in Not geratene Tiere

Umweltminister überbringt zwei Zuwendungsbescheide für die Wildvogelauffangstation

PÜTTLINGEN Große Freude bei der Wildvogelauffangstation des Saarlandes, die in der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Püttlinger Kläranlage untergebracht ist. Gleich zwei Zuwendungsbescheide hat Umweltminister Jost in diesen Tagen dem Landesvorsitzenden des NABU, Uli Heintz, vor Ort überreicht. Die finanziellen Mittel sollen die personelle Unterstützung der Wildvogelauffangstation in Püttlingen bis Ende 2019 sicherstellen.

Bereits seit Eröffnung der Wildvogelauffangstation im Mai 2016 übernimmt das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die jährlichen Kosten von rund 12700 Euro für zwei hauptamtliche Helfer. Zur Unterstützung in der Hauptsaison von April bis September werden in diesem Jahr erstmals drei weitere Helfer zur Verfügung stehen. Die zusätzlichen Kosten von rund 9500 Euro werden ebenfalls vom Ministerium getragen.

Zuvor hatte Christoph Scherer in einem Jahresrückblick die ständig steigenden Aufnahmezahlen der WiVo dokumentiert, so dass sogar zweimal ein Aufnahmestopp notwendig wurde. Umweltminister Reinhold Jost lobte die stolze Bilanz der Wildvogelauffangstation, die einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Tierschutz im Saarland leiste. „Seit der Eröffnung kümmern sich die ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer mit viel Herzblut um das Wohl der in Not geratenen Tiere. Die gefiederten Schützlinge werden aufgepäppelt und gesund gepflegt, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. Dieses Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch unsere finanzielle Unterstützung.“

Auch für die während des Betriebs der Station anfallenden laufenden Kosten wie Futter, Tierarztkosten, Medikamente, Strom oder ähnliches werden vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Haushaltsmittel in Höhe von jährlich 25000 Euro bereitgestellt.

NABU-Landesvorsitzender Uli Heintz bedankte sich für die Unterstützung der Wildvogelauffangstation, die im vergangenen Jahr über 1800 Vögel aufnahm, versorgte und etwa 1200 davon wieder auswildern konnte: „Das ist eine große zeitliche Belastung, die mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern alleine nicht mehr zu bewältigen ist. Deshalb

ist die personelle Aufstockung auch eine Wertschätzung

für die bisher geleistete Arbeit.“ Auch Anke Scherer, die den WiVo-Kooperationsrat leitet, dankte dem Minister, der seit Einrichtung der Station immer Wort gehalten habe und sowohl Umbau als auch Personalsituation großzügig unterstützt habe. red./tt

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