Heute „Bad Habkirchen“?

Zollmuseum Habkirchen zeigt Salzverordnung

HABKIRCHEN Am Sonntag,19. Juli, hat das Zollmuseum Habkirchen von 14 bis 17 Uhr wieder für Besucher geöffnet. Natürlich sind auch dann wieder die Hygienevorschriften einzuhalten.

Salz, eines der wichtigsten Lebensmittel überhaupt. Und das schon seit Jahrhunderten. Salzbohrungen wurden durchgeführt und Salinen wurden errichtet. Um diesbezüglich unabhängig zu sein, wollte jeder Landesfürst seine eigene Saline haben. Auf Salz wurde schon von je her Steuern erhoben.

Die Salzsteuer ist eine der ältesten Steuern überhaupt. Für die Ein- und Ausfuhr von Salz musste man einen hohen Zoll bezahlen, der nur von ganz bestimmten Zollämtern erhoben werden konnte. Aufgrund einer Salzverordnung der österreichisch/bayerischen gemeinschaftlichen Landes-Administrations-Kommission vom 23. September 1814 wurde gestattet, dass auch über Habkirchen ausländisches Salz eingeführt werden durfte. Dadurch wurde das Königlich Bayerische Zollamt in Habkirchen enorm aufgewertet.

Diese Salzverordnung kann sich der Besucher im Zollmuseum während der Öffnungszeit anschauen. Auch sonst kann man noch einiges über Salz und die Salzsteuer erfahren.

„In Habkirchen wurde in der Leyischen Zeit ebenfalls nach Salz gebohrt. Man ist fündig geworden. Allerdings wurde nie eine Saline gebaut. Warum? Man erzählt sich, dass damals die Habkircher Bevölkerung kein Interesse daran hatte. Wäre das Interesse da gewesen, würde ich heute vielleicht in Bad Habkirchen wohnen“, fügt Museumsleiter Franz-Josef Fries schmunzelnd an.

Ein Besuch im Zollmuseum ist auf jeden Fall sehr interessant. Man kann hier fast 300 Jahre Zollgeschichte kennen lernen. Kontakt: Franz-Josef Fries, Tel. (0171) 8763579.red./dos

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