Herbst bei den Gartenbauvereinen

Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz gibt Tipps

SÜDWESTPFALZ Der Herbst ist schon länger da und mit seinem Einzug ist es deutlich kühler und regnerischer geworden, doch das hat auch seine Vorteile. Im Dezember herrschen noch beste Bedingungen für die Neupflanzung von Obstbäumen und Beerensträucher, informiert der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz.

Dank des Regens kannman sich das Schleppen von Gießkannen ersparen und die Wurzeln der Bäume und Sträucher wachsen dennoch gut an. Nur gefroren sollte der Boden bei Neupflanzungen nicht sein. Der Gartenbauverband empfiehlt, vor der Pflanzung eine Bodenanalyse durchzuführen, um herauszufinden, ob der Standort für den Obstbau auch geeignet ist. Vor dem Setzen eines Obstbaumes wird ein Baumpfahl ins Pflanzloch gerammt. Der Pfahl wird auf der Seite gesetzt, aus der überwiegend der Wind geht. Mit einer doppelt gelegten Achterschlinge aus Kokosfaserstrick wird der Baum am Pfahl angebunden.

Wo Probleme mit Wühlmäusen zu erwarten sind, schafft ein Wühlmauskorb Abhilfe. Wühlmauskörbe werden bei der Pflanzung um die Wurzeln gelegt und dicht am Stamm verschlossen. Wie der Gartenbauverband weiter informiert, muss der junge Baum nach der Pflanzung noch gegen Wildverbiss gesichert werden.

Ein Pflanzschnitt ist ebenso notwendig, wird jedoch am besten im Frühjahr durchgeführt. Die ersten fünf Jahre nach der Pflanzung sollte nun die Baumscheibe zirka einen Meter um den Stamm durch regelmäßiges Hacken freigehalten werden, um Wasser und Nährstoffkonkurrenz mit Gräsern zu minimieren, empfehlen die Gartenfreunde.

Sofern noch keine Obstwiese vorhanden ist oder eine Streuobstwiese verkauft wird, kann die Streuobstbörse des Verbandes der Gartenbauvereine helfen. Inserate oder Gesuche nach Obst, Wiesen, Dienstleistungen oder Geräten können unter www.gartenbauvereine.de kostenlos eingestellt werden.rb

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