„Herausragender Kampfgeist“

HG Saarlouis holt beim HCOB zweiten Auswärtserfolg – Überragender Pat Schulz

SAARLOUIS Wieder war es „ein Sieg des unbedingten Wollens“, mit herausragendem Kampfgeist, einem überragenden Pat Schulz im Kasten und einer am Ende abgeklärteren Mannschaftsleistung. Mit dem 26:28 (13:16)-Erfolg vor 350 Zuschauern in der Gemeindehalle Oppenweiler holte sich die HG Saarlouis nicht nur den zweiten Auswärtserfolg nacheinander, sondern auch den 9. Platz in der Tabelle.

So waren am Ende HGS-Manager Richard Jungmann und Trainer Philipp Kessler mit der Leistung ihrer Mannschaft sehr zufrieden. „Gefühlt habe man im neuen Jahr noch nicht verloren“, meinte Kessler mit Blick auf das „Phantom-Tor“ in der Partie gegen Balingen, lobte die variable Angriffs-Leistung seiner Jungs gegen den HC Oppenweiler-Backnang, sprach von einer „runden Sache“, aber merkte auch an, dass „wir noch lernen müssen in klaren Phasen das Spiel besser zu kontrollieren“.

Damit spielte der Coach der Saarländer auf eine Phase zu Beginn der 2. Spielhälfte an, als die HGS nach dem 18:13 (32.) dem Gegner in nur vier Minuten einen 4:0-Lauf zum 18:17 ermöglichte. Kessler unterbrach den Lauf des HCOB mit einer Auszeit und anschließend war es Pat Schulz, der nacheinander Köder und Lenz je einen Siebenmeter „abkaufte“ und einen Bruch im Spiel verhinderte.

Doch von Anfang an: Man merkte gleich, dass an diesem Abend ein Kampfspiel anstand. Offenbar hatten das auch die Unparteiischen Meike/Plinz erwartet, denn sie waren schnell auf beiden Seiten mit Siebenmeter-Entscheidungen bei der Hand.

Schon in der Anfangs-Viertelstunde waren es fünf – im gesamten Spiel 18 – allerdings „gerecht verteilt“.

Ein solcher vom besten HCOB-Torschützen Marcel Lenz hatte gerade zum 5:5 (14.) geführt, als die HGS „ihre fünf Minuten“ hatte – allerdings im positiven Sinn. Peter Walz, Ivo Kucharik und Pascal Noll erhöhten auf 5:9 (18.).

Der HCOB ließ sich da aber noch nicht aus dem Konzept bringen, sondern nutzte vergebene Saarlouiser Gelegenheiten ihrerseits zu einem Lauf und war nach 21 Minuten (8:9) wieder dran. Kessler zog die Karten-Bremse, sortierte seine Jungs neu, die nun wieder konzentrierter wirkten und bis zum Pausenpfiff das Ergebnis auf 13:16 stellten.

Mit einem Doppelschlag von Noll und Hartz eröffneten die Saarländer Halbzeit 2 ganz nach Wunsch, bevor die anfangs geschilderten vier Minuten Blackout.

Wieder waren es die zur rechten Zeit genommene Auszeit, Pats Paraden und der von der Siebenmeterlinie sichere Max Hartz, die das ganze wieder unter Kontrolle brachten. Saarlouis behauptete in der Folge eine knappe Führung, musste lediglich noch zwei Mal – jeweils durch einen Siebenmeter – beim 21:21 (44.) und 25:25 (55.) hinnehmen, und hatte danach nochmals eine Dreier-Serie (Hartz, Walz, Noll), die in der 58. Minute beim 25:28 schließlich die Entscheidung brachte.

„Nach diesen beiden Auswärtssiegen freuen wir uns nun richtig auf nächste Woche, wenn Pfullingen in die Stadtgartenhalle kommt.“, so das Schlusswort von Philipp Kessler. red./am

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