Hat viel für Mitbürger geleistet

Der Büschfelder Hans Kasper wurde am Donnerstag, 17. Januar, 80 Jahre alt

BÜSCHFELD Hans Kasper wurde am Donnerstag, 17. Januar, 80 Jahre alt. Er hat viel für unseren Kreis und unser Land geleistet. Als Finanzminister hat er sich eingesetzt für die zweimalige Teilentschuldung des Saarlandes, gegen etliche Widerstände im Land klagte das Finanzministerium unter seiner Führung erfolgreich beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe,

für den Bau der Rehaklinik Orscholz und des Logistikzentrum V&B in Losheim,

für den Ausbau von Schloss Berg und die Restaurierung der Burg Montclair in Mettlach,

für die Arbeitsplätze u.a. bei Saargummi in Büschfeld und Homanit in Niederlosheim zu sichern,

für die Bootsanlegestelle in Nennig und den Ausbau des Hafens in Merzig,

für das weltweit anerkannte Forschungs- und Informatikzentrum auf Schloss Dagstuhl in Wadern.Bürgernähe war und ist Hans Kasper wichtig. Er führte unzählige Sprechstunden durch, viele bei sich zu Hause. Er hatte vielen Menschen geholfen, insbesondere auch vielen jungen Menschen bei der Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Er war der erste Politiker in der Region, der bei Wahlkämpfen zu den Bürgern ging, unzählige Hausbesuche machte, um den Bürgern seine politischen Ziele zu erörtern.

Bürgernähe war und ist Hans Kasper wichtig

Was macht Hans Kasper heute: Er singt in mehreren Chören, geht gern auf Reisen, fährt viel Rad und wandert auch viel. Er liest viel und schaut sich die Fußballspiele seines Vereins „Fortuna“ Büschfeld an und kümmert sich auch rührend um seine Enkel.

Hans Kasper, geboren am 17. Januar 1939 in Wismar in Mecklenburg-Vorpommern ist Diplom-Verwaltungswirt und Diplom-Inhaber der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie des Saarlandes. Im Mai 1963 trat Kasper in die SPD ein. Gründete nach Eintritt die örtliche Juso AG und wurde Vorsitzender der Juso AG Hochwald, danach stellvertretender Vorsitzender und 1966 Vorsitzender des Juso-Unterbezirks Merzig-Wadern.

1968 bis 1973 war er Mitglied im Gemeinderat der damals selbstständigen Gemeinde Büschfeld, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion und 1. Beigeordneter. Von 1974 bis 1978 Gemeinderatsmitglied der Einheitsgemeinde Wadern und ab der Stadtwerdung Waderns ab 1. Juli 1978 bis April 1985 Stadtratsmitglied. Mit seiner Berufung in die Saarländische Landesregierung schied er 1985 nach 17-jähriger Tätigkeit aus den Kommunalgremien aus.

Von 1971 bis 1997 war Hans Kasper SPD-Unterbezirksvorsitzender im Landkreis Merzig-Wadern. Auf Grund seiner großen Verdienste wurde er 1997 zum Unterbezirks-Ehrenvorsitzenden ernannt. Seit 53 Jahren ist er im Ortsvereinsvorstand in unterschiedlichen Funktionen tätig. Von 1970 bis 1999 war er Mitglied des Landesvorstands der SPD, davon drei Jahre als Stellvertretender Landesvorsitzender, 16 Jahre gehörte er dem Parteirat in Bonn an.

Von 1970 bis 1999 war Hans Kasper Mitglied des Saarländischen Landtags, sieben Jahre Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, mehrere Jahre Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags und Sprecher anderer Ausschüsse und Experte für die damals intensiv diskutierte Gebiets- und Verwaltungsreform.

Von 1985 bis 1995 war er Finanzminister und Stellvertretender Ministerpräsident der ersten Sozialdemokratischen Landesregierung des Saarlandes und von 1995 bis 1999 Landtagspräsident.

In Anbetracht seiner Verdienste erhielt er 2008 die „Willy-Brandt-Medaille“ und 2017 durch Heiko Maas, Minister und dem damaligen Bürgermeister der Hansestadt Hamburg die „Max-Braun-Medaille“ überreicht.

Sein Wahlspruch war: „ Nur wer die Menschen mag, den mögen auch die Menschen“.

Hans Kasper gehörte 16 Jahre dem Landesvorstand der AWO an und war 23 Jahre Vorstandsmitglied im AWO-Bundesvorstand in Bonn und Berlin.

Seit 1968 (50 Jahre) war Kaspar auch im ÖTV, jetzt Verdi, aktiv und zudem aktiver Sänger seit über 60 Jahre. Er spielte früher Theater in der landesweit erfolgreichen Laienspielschar Büschfeld. Mit 18 Jahren war er bereits Bezirksvorsitzender des Saarländischen Volksbühnenbundes im Landkreis Merzig-Wadern und führte Regie bei einigen Aufführungen.

Jahrzehnte spielte er Fußball bei der „Fortuna“ Büschfeld und hatte in dieser Zeit viele Vorstandsämter inne.

Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Hans Dampf“

Unvergessen bleibt 2002 die 1200-Jahr-Feier in Büschfeld, dem ältesten Dorf im Hochwald, dem er als Vorsitzender des Organisationskomitees vorstand, einem Fest, das über 30000 Besucher anlockte.

Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Hans Dampf“.

red./ti

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