Hat allen Grund zu feiern

Der Reha- und Gesundheits-Sportverein Weiskirchen ist 50 Jahre alt

WEISKIRCHEN Der Reha-und Gesundheits-Sportverein Weiskirchen hat allen Grund zum feiern: Am Sonntag, 11. August, feiert man das 50-jährige Bestehen. Neben einem Gottesdienst in Konfeld steht ein Festakt mit Ehrungen im Gasthaus „Zur alten Post“ in Thailen unter der Schirmherrschaft von Birgitta Janssen, die Kaufmännische Direktorin der CTT-Hochwaldkliniken statt. Hierdurch soll die seit 50 Jahren bestehende hervorragende Zusammenarbeit mit den Weiskircher Kliniken gewürdigt werden.

Gegründet wurde der Verein als Versehrtengruppe

Ein Blick in die Vereinsgeschichte zeigt, dass am 29. Juni 1969 der damalige VdK-Vorsitzende Werner Hero ins Hotel Antz einlud, um eine Versehrtengruppe zu gründen. Unter der Teilnahme zahlreicher Ehrengäste aus dem Landesvorstand der Versehrten zeigten sich viele Personen bereit, ihren Beitritt zu erklären. Zum Vorsitzenden wurde Werner Hero gewählt, der fünf Jahre dieses Amt mit großem Engagement ausführte.

Da die Gründung des Vereins sehr eng mit dem damaligen Hochwaldsanatorium und dem früheren Chefarzt Dr. Walter verbunden ist, war dies eine sehr wichtige Grundlage für die Versehrtensportgruppe.

Dr. Franz Walter war bis zu seinem Ableben auch Vereinsarzt. Ihm folgte der Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Bernd Börger, der im letzten Jahr verstarb. Als neuen Vereinsarzt konnte man das Mitglied Dr. Klaus Volker Miethlau aus Steinberg gewinnen.

Im Sanatorium stand ein Gymnastikraum und zunächst ein Lehrschwimmbecken zur Verfügung. Zwei Monate später liefen die Übungsabende an, die regelmäßig gut besucht wurden. Oberstes Prinzip war unter dem Übungsleiter Rudi Dötsch „kein Leistungssport“, nur Sport zur Förderung der Gesundheit durchzuführen.

Die Versehrten-Sportgruppe Weiskirchen war zum damaligen Zeitpunkt die dritte Gruppe dieser Art im Landkreis Merzig-Wadern.

Die medizinische Bedeutung des Behindertensports war bislang unumstritten. Doch zum zehnjährigen Bestehen kamen Sitzball, Fußballtennis, Schwimmen, Kegeln und Gymnastik zum Sportprogramm hinzu. Es erfolgte die Umbenennung in „ Behindertensportgruppe“.

In der Mitgliederversammlung am 13. Januar 2001 wurde mit großer Mehrheit festgelegt, dass der Vereinsname nunmehr „Reha- und Gesundheitssportverein Weiskirchen e.V.“ lautet. Der Jubiläumsverein ist über die Mitgliedschaft im Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Saarland anerkannt und als Rehasportgruppe zertifiziert.

Das 25-jährige Bestehen wurde neben einem Festakt noch mit einem Fußball-Tennisturnier umrahmt. Beim Festakt kam vom allen Seiten Lob für die 90 Mitglieder zählende Ortsgruppe, denn Sport und Freizeit werde hier in vorbildlicher Weise gemeinsam gepflegt.

Die bisherigen Vorsitzenden waren Werner Hero (1969-1974), Rudi Dötsch (1974-1978 und 1989-1992) Adolf Uder (1978-1989), Gertrud Lauer (1992-2009), Josef Fink ( 2009-2010). Seit 2010 liegt die Vereinsführung in den Händen von Berthold Langenfeld, der mit großem Engagement agiert. Mit Josef Fink, Rudi Brack und Matthias Seimetz stehen zertifizierte Fachübungsleiter bereit. Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 69 (29 Männer und 39 Frauen).

2040 Personen haben sich beim Sport beteiligt

In Übungsstunden haben 2040 Personen sich bei sportlichen Aktivitäten beteiligt. Eine ganz beachtliche Zahl, so Vorsitzender Langenfeld, wenn auch im Bereich Hallenboccia, Bosseln und Sitzball festzustellen, dass es an aktiven Mitgliedern fehlt. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 71,8 Jahren. Jüngere Mitglieder sind stets willkommen.rba

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