Hanni Liang spielt (nicht nur) Beethoven

Konzert in der Europäischen Akademie Otzenhausen am 2. Februar

OTZENHAUSEN „Wahre Kunst bleibt unvergänglich“, so der große Komponist Ludwig van Beethoven. Er selbst ist der beste Beweis dafür, dass sein Zitat zutrifft.

Im Beethoven-Jubiläumsjahr gibt die deutsch-chinesische Pianistin Hanni Liang am Sonntag, 2. Februar, um 11 Uhr, ein hochkarätiges Konzert in der Europäischen Akademie Otzenhausen. Auf dem Programm stehen Werke des Jubilars, der vor 250 Jahren geboren wurde, aber auch von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Die erst 26-jährige Wahlhamburgerin Liang, die in der Elbphilharmonie debütierte, steht für eine außergewöhnliche Musikalität, brillante Technik und individuelle Interpretationen. Ihre Auftritte führten sie unter anderem nach Russland, Österreich, China, Spanien, Italien und Polen, wo sie in namhaften Konzerthallen ebenso wie auf internationalen Festivals spielte. 2010 wurde sie zum Young Steinway Artist gekürt.

Ihr musikalisches Engagement beschränkt sich jedoch nicht nur auf die weitere Perfektionierung ihrer Kunst. Vielmehr setzt sie sich auch dafür ein, junge Menschen für Klassik zu begeistern und kulturelle Bildung zu vermitteln.

Das Beethoven-Jubiläumsjahr mit über tausend Konzerten in ganz Deutschland begann offiziell im Dezember 2019 in Bonn, der Geburtsstadt des genialen Musikers. Hanni Liang präsentiert ganz bewusst nicht nur Werke Beethovens, sondern setzt ihn in Beziehung zu seiner Zeit. Das Programm umfasst auch ein Stück von Bach, dessen Werk nach seinem Tod in Vergessenheit geriet, bis Komponisten der Wiener Klassik – darunter Beethoven – es neu entdeckten. Felix Mendelssohn Bartholdy war der erste, unter dessen Leitung ein Bach-Werk wiederaufgeführt wurde. Liangs Konzert verbindet drei aufeinander folgende Kunstepochen mit Beethoven als Mittelpunkt: den Barock (Bach), den Klassizismus (Beethoven) und die Romantik (Mendelssohn Bartholdy).

Beethoven kulinarisch

Beethoven steht allerdings nicht nur musikalisch im Mittelpunkt, sondern auch kulinarisch. Im Anschluss an das Konzert bieten die Organisatoren ein ungewöhnliches Buffet an – mit dem Besten aus „Die gute Kocherey – Aus Beethovens Speiseplänen“, behutsam modernisiert. Auch wenn Beethovens eigene Kochkünste sehr mäßig gewesen sein sollen, legte er doch wegen seines empfindlichen Magens großen Wert auf eine gute Küche. Ob er in der Akademie zufrieden gewesen wäre, können die Besucher elbst beurteilen.

Info und Anmeldung bei Sandra Hemgesberg, Tel. (06873) 662-263 oder s.hemgesberg@stiftung-ekb.de. red./hr

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