Handeln auf Basis des Aachener Vertrages

Neue Verwaltungsstruktur für den Europäischen Kulturpark geplant

REINHEIM Landrat Dr. Theophil Gallo, Vorsitzender der Stiftung Europäischer Kulturpark, und Patrick Weiten, Präsident des Département Moselle, haben sich zur Vertiefung und Fortschreibung der seit 1999 über den Kulturpark bestehenden grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vor Ort getroffen.

Im Vordergrund ihrer Gespräche stand die Schaffung einer deutsch-französischen Verwaltungsstruktur, die die außergewöhnliche Kulturstätte in Bliesbruck-Reinheim zukünftig weiter fördern und bestmöglich entwickeln soll. Gallo und Weiten erörterten die Gründung eines Vereins, der die Einbindung weiterer Partner aus beiden Gebieten ermöglichen soll. Über den Verein soll schließlich besagte Verwaltungsstruktur erarbeitet und manifestiert werden.

Dafür wollen Patrick Weiten und Dr. Theophil Gallo die Möglichkeiten des Aachener Vertrags voll ausschöpfen. „Dies ist ein entscheidender Schritt, den wir unternehmen und mit den heutigen Arbeitsergebnissen haben wir wichtige Grundlagen geschaffen. Ich bin überzeugt von dem anvisierten Modell, dass es uns erlaubt, das Angebot und die Kapazitäten des Parks zu erweitern“, sagte Weiten.

Gallo fügte hinzu: „Es ist eine konstruktive Zusammenarbeit, die wir im Geiste einer gleichberechtigten Partnerschaft entwickeln. Durch die Mitgliedschaft weiterer Partner wollen wir Ressourcen und Expertisen bündeln, um den Park noch attraktiver für die Öffentlichkeit zu gestalten. Unsere Region ist geprägt von einer starken Geschichte. Nicht zuletzt lassen wir uns hier und heute inspirieren durch Robert Schuman (1886 – 1963), dem Vorkämpfer der deutsch-französischen Verständigung und Vater der Idee zur Neugestaltung eines geeinten Europas.“

Am Ende des Treffens im Ausstellungszentrum auf der französischen Parkseite unterzeichneten Dr. Theophil Gallo und Patrick Weiten die Verlängerung der Vereinbarung über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Saarpfalz-Kreis und dem Département Moselle, welche vorher durch den Kreistag und den Generalrat beschlossen wurde. Die Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Verwaltungsstrukturen ist dort bereits elementares Ziel und als solches in der Präambel festgeschrieben. Beide politische Gremien zeigen sich offen für die weiterführenden Schritte über die aktuelle Kooperation hinaus, damit vorhandene Aktivitäten rund um den Archäologiepark einfacher durchgeführt werden können. red./dos

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