Hallenbad öffnet am 28. Juli

In Sulzbach können bald wieder Bahnen gezogen werden

SULZBACH Das Sulzbacher Hallenbad im Sportzentrum Mellin öffnet nach der Corona-bedingten Schließung am Dienstag 28. Juli, wieder seine Pforten.

Diesen Beschluss fasste der Sulzbacher Stadtrat mit großer Mehrheit in seiner letzten Sitzung. Bei der von der CDU beantragten namentlichen Abstimmung votierten von den 28 anwesenden Ratsmitgliedern 21 für die Wiedereröffnung, zwei waren dagegen und fünf enthielten sich. Grundlage der Entscheidung war ein Hygienekonzept, das die Betreiberin des Bades, die Kommunale-Dienstleistungs-Gesellschaft (KDI) erstellt hat. Das Bad ist von dienstags bis samstags geöffnet. An diesen Tagen stehen zwei Badezeiten zur Verfügung – von 7 bis 11 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Geöffnet ist nur das große Becken; Nichtschwimmer- und Babybecken bleiben geschlossen.

Die Zahl der Nutzer ist auf 35 Personen pro Badezeit beschränkt. Der KDI-Geschäftsführer Jürgen Haas rechnet mit Mehrkosten zwischen 70 000 und 80 000 Euro für dieses Jahr. Darin enthalten sind neben Einnahmeausfällen zusätzliche Kosten für bauliche Maßnahmen wie die Installation von Spuckschutz, Bodenmarkierungen Absperrungen und Beschilderungen, aber auch für zusätzliches Personal aufgrund vermehrter Reinigungsarbeiten. Haas erklärte, das Konzept sei darauf ausgelegt, Ansteckungen während des Badebetriebes zu verhindern. Auch wenn das Bad nur unter besonderen Bedingungen genutzt werden könne, sei die Wiedereröffnung ein klares Signal für die Bevölkerung, betonte CDU-Fraktionssprecher Jochen Wagner.

Für die SPD erklärte Andreas Latz: „Wir freuen uns auf die Eröffnung.“ Dietmar Holzapfel (Freie Wähler) kritisierte handwerkliche Fehler. So seien die Mehrkosten nicht im aktuellen Wirtschaftsplan der KDI enthalten. Deshalb müsse ein neuer aufgestellt werden. Holzapfel: „Ohne neuen Wirtschaftsplan ist uns die Sache zu heiß.“

Mit der Wiedereröffnung kehre ein Stück Normalität zurück, so Herrmann Kreis (AfD). Er zeigte sich zufrieden mit dem von der KDI vorgelegten Konzept.

Aufgrund des erheblichen Mehraufwandes sollte das Bad geschlossen bleiben, führte Hubert Jung (Bündnis 90/Die Grünen) aus. Durch die eingeschränkte Nutzung bringe die Wiedereröffnung nichts für Familien. Jung: „Wir sollten bis Herbst abwarten.“

Monique Broquard (Linke) plädierte für die Wiedereröffnung und erklärte: „Wir müssen auch an die Bürger denken, die das Bad für ihre Gesundheit brauchen.“ Christoph Kleinz (FDP) befürwortete ebenfalls die Eröffnung und stellte klar: Das Hallenbad werde niemals einen Überschuss erwirtschaften. Das Bad sei für die Menschen da, was auch immer im Wirtschaftsplan stehe. Bürgermeister Michael Adam wertete den Beschluss als gutes Zeichen für die Bürger und die DLRG. red./jb

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