Gute Resonanz auf den Demenz-Infotag

Landrat Theophil Gallo besuchte die Veranstaltung auf dem Christian-Weber-Platz

HOMBURG Das gerontopsychiatrische Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis hat zum wiederholten Male zu einem Informationstag rund um das Thema „Demenz“ auf den Christian-Weber-Platz eingeladen. Auch Landrat Dr. Theophil Gallo war dieser Einladung gefolgt. „Demenz ist eine sehr tückische und mit gravierenden Folgen verbundene Krankheit, der wir medizinisch leider noch nicht viel entgegenzusetzen haben. Es ist aber von unschätzbarem Wert, wenn erkrankte Menschen und auch ihre Angehörigen bestmögliche Unterstützung erfahren können. Das Angebot hierzu ist vielfältig und muss kommuniziert werden.“ Das gerontopsychiatrische Netzwerk wurde im Juni 2019 gegründet unter der Federführung der Psychosozialen Projekte (Vorsitz Horst Schneider, Geschäftsführer der Psychosozialen Projekte gGmbH) – in Zusammenarbeit mit dem Saarpfalz-Kreis, der Stadt Homburg und der Landesfachstelle Demenz.

Gerontopsychiatrisches Netzwerk

Dieser neue Verbund löste die bestehende lokale Allianz für Menschen mit Demenz ab und machte eine Förderung über die Pflegekassen möglich. Im selben Jahr gab es viele Aktionen des Netzwerkes anlässlich des „Jahres der Demenz“.

Jahr der Demenz

Zu Beginn dieses Jahres konnte die Wanderausstellung „Demenz, was dann?“ in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung realisiert werden. Leider musste danach coronabedingt die Kinoveranstaltung mit Diskussionsrunde im Kino Eden ausfallen, genau wie die Vergiss-mein-nicht-Pflanzaktion des Ministeriums. Umso mehr freuten sich die Netzwerkpartner, den Demenz-Infotag nach Vorgaben eines Hygienekonzeptes durchführen zu können. Die Besucher informierten sich über die praktische Betreuungsarbeit mit Demenzpatienten und individuelle Hilfsangebote. Natürlich erhielten sie auch Antworten auf allgemeine Fragen rund um das Thema. Dafür standen sieben Ausstellende des Netzwerkes zur Verfügung: die Landesfachstelle Demenz aus Saarlouis, das Universitätsklinikum des Saarlandes mit Forschungsstudien in Sachen Demenz, die AWO St. Ingbert mit ihrem Quartiersprojekt, der Pro Mensch Betreuungsverein, der Pflegestützpunkt Saarpfalz-Kreis, die Firma Resama aus Saarbücken, die Hilfsmittel rund um das Essen für demenzkranke Menschen anbietet, und die Psychosozialen Projekte mit ihrem Tagespflegeangebot „Villa Kaiser“. Horst Schneider freute sich über die positive Resonanz aus der Bevölkerung und nutzte die Gelegenheit, bei Landrat Dr. Gallo die Sorgen der Tagespflege anzusprechen, die in der aktuellen Gesundheitslage nur 50 Prozent des bestehenden Bedarfes abdecken könne. Es wäre wichtig, mit politischer Unterstützung und gemeinsam mit den Pflegekassen weitere Möglichkeiten für die betroffenen Familien zu bieten, Tagespflegeangebote auch unter den besonderen Schutzmaßnahmen oder in besonderer Form etwa als aufsuchendes Angebot zu deren Entlastung zu schaffen. red./jj

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