Grünes Licht für die Solarstromanlage

Erste Photovoltaikanlage auf denkmalgeschütztem Bahnsteigdach

PÜTTLINGEN Die zuständigen Behörden haben den Plänen des Kulturforums Köllertal und der Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal zugestimmt, auf der historischen Bahnsteigüberdachung eine 30 KWp-Anlage zu errichten.

„Wir werden jetzt mit der Umsetzung des Bauprojekts beginnen“, freute sich Clemens Sebastian, der Vorsitzende des Kulturforums Köllertal. Die Solaranlage sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität des Bahnhofs Püttlingen.

Wesentliche Voraussetzung, so Sebastian, sei die erfolgte Zustimmung des Werksausschusses der Stadt Püttlingen zu den Plänen des gemeinnützigen Vereins gewesen. Denn die Stadt Püttlingen sei Eigentümerin des Bahnsteiggeländes, das der Verein gepachtet hat. Es sei nun vertraglich vereinbart, dass der Verein auf der Bahnsteigüberdachung eine Photovoltaikanlage durch die Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal bauen lassen kann.

Zustimmung der Denkmalbehörde

Das Projekt ist nach Angaben von Sebastian auch von der Denkmalschutzbehörde des Landes genehmigt worden. Damit verbunden sei die Auflage, dass die Solarpaneele ohne Aufständerung auf dem Bahnsteigdach befestigt werden. Dadurch werde die Solaranlage von unten her nicht sichtbar sein. Mit der Denkmalschutzbehörde sei auch abgestimmt, dass das Dach zunächst durch eine neue Bitumenschicht saniert wird.

„Der Werksausschuss hat auch zugestimmt, dass ein Rückschnitt und eine Rodung von Bäumen entlang des Köllertal-Radwegs erfolgen kann“, ergänzte der Vereinsvorsitzende. Dadurch solle eine Beschattung der Solaranlage verringert werden. Diese Maßnahme habe auch die Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde gefunden. Die Forstarbeiten seien bereits im Februar durchgeführt worden.

„Unser Verein wird zunächst die Bahnsteigüberdachung denkmalgerecht sanieren“, sagte Sebastian. Ein statisches Gutachten habe ergeben, dass die historische Bahnsteigüberdachung die notwendige Tragfähigkeit für eine Solaranlage besitzt. Allerdings sei es notwendig, die Stahlstützen im Erdreich zu entrosten und gegen eine weitere Durchrostung zu schützen.

Der Vereinsvorsitzende teilte zudem mit, dass die Kosten für die Sanierungsarbeiten des Bahnsteigdaches aus Mitteln des Vereins, aus Spenden sowie aus den städtischen Zuschüssen zu den Gebäudekosten finanziert werden. red./tt

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